Datum
12.11.2010
Antragsnummer
338/2010

Kultur stärken

Wir begrüßen die Vorlage „Freie Tanz- und Theaterszene - Volkshochschule Stuttgart e.V.“ (GRDrs 801/2010), die am kommenden Mittwoch im Verwaltungsausschuss im Rahmen der gemeinsamen Sitzung mit dem Ausschuss für Kultur und Medien (AKM) beschlossen werden soll.

Die Beschlussvorlage entspricht im Wesentlichen den Zielen unseres Antrags 299/2010, mit dem wir am 13. Oktober die Kulturverwaltung gebeten hatten, nach der Entscheidung der Freien Tanz- und Theaterszene, den TREFFPUNKT Rotebühlplatz im Februar 2011 zu verlassen, mit allen Beteiligten zu einer einvernehmlichen und tragfähigen Lösung zu kommen.

Dabei sollte es nicht nur um eine Stärkung der Freien Tanz- und Theaterszene in Stuttgart, sondern auch um einen fairen Ausgleich mit der Volkshochschule Stuttgart (vhs) gehen, die sich ihrerseits in den letzten fünf Jahren im Rahmen ihres von der Stadt vergebenen Kulturauftrages engagiert um die Freie Tanz- und Theaterszene gekümmert hat.

Was die Verwendung der in Ziffer 4.2 des Beschlussantrages genannten Einsparung von zwei Stellen ab 2012 im Gegenwert von 90.000 Euro anbelangt, die bereits kommendes Jahr in reduziertem Umfang von 72.400 Euro möglich ist,

beantragen wir, unseren Mitte Oktober gestellten Antrag umzusetzen, und am kommenden Mittwoch zu beschließen, dass


1.)    bereits ab 2011 von der freiwerdenden Summe von 72.400 Euro dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES) als Ersatz für die im kommenden Jahr zu streichende Technikerstelle ein Betrag von 40.000 Euro sowie dem Kulturamt zur Übernahme der Mietkosten für das Theater am Olgaeck die Summe von 13.500 Euro zur Verfügung gestellt werden.

2.)    über die Verwendung der Restmittel nächstes Jahr in Höhe von 18.900 Euro bei der Sitzung von Verwaltungs- und Kulturausschuss am 17. November die Kulturverwaltung einen Vorschlag macht. Vorstellbar wäre für uns, den mit GRDrs 454/2009 neu geschaffenen „Projektmittelfonds zur Förderung von Interkulturprojekten im Bereich Kunst und Kultur“, der zurzeit mit 12.500 Euro im Jahr ausgestattet ist, um diesen Betrag auf dann mehr als das Doppelte zu erhöhen.

3.)    der Kulturetat ab 2012 dauerhaft um die Summe der eingesparten Personalkosten von 90.000 Euro im Jahr erhöht wird.




Jürgen Sauer                 Fred-Jürgen Stradinger               Helga Vetter
                                      stv. Fraktionsvorsitzender

 

Stellungnahme

Erl. im VA
am 01.12.2010
Nr. 388