Datum
28.10.2011
Antragsnummer
829/2011

Die Hörsäle an den Universitäten sind überbelegt: Situation in Stuttgart und Auswirkungen auf die Wohnraumsituation der Studenten?

Auch bedingt durch die Tatsache, dass in diesem Jahr zum Teil (erstmals) zwei Abgangsklassen von den Gymnasien auf die Universitäten als Studierende zukommen, hört man überall, dass die Hörsäle der deutschen Universitäten zu Beginn des Wintersemesters überbelegt sind. Dies wird so oder ähnlich auch in Stuttgart der Fall sein mit erheblichen Folgen für den Wohnungsmarkt im studentischen Bereich.
Bereits in den letzten Jahren war gerade jeweils zu Semesterbeginn der Wohnungsmarkt für Studenten hier in Stuttgart total "leergefegt". Danach zeigten sich periodisch kleinere Entspannungen; von einem für Studenten dauerhaft ausreichenden Wohnungsmarkt kann bei uns hier in Stuttgart jedoch (leider) nicht gesprochen werden. Die Nachfrage ist weitaus größer als das Angebot.

Wir fragen die Stadtverwaltung:

1.    Wie war/ist zu Beginn dieses Wintersemesters die Situation bei unseren Universitäten/Hochschulen hier in Stuttgart in Bezug auf die Anzahl der Studierenden?

2.    Welche Veränderungen zeigten sich hier gegenüber den Vorjahren?

3.    Welche Auswirkungen ergaben sich zu Beginn des Wintersemesters in Bezug auf den hiesigen Wohnungsmarkt?

4.    Kann der Bedarf an Wohnungen/Wohngemeinschaften u.ä. für Studenten hier in unserer Stadt dauerhaft befriedigt werden?

5.    Wenn dauerhaft von Problemen ausgegangen werden muss, welche Lösungsansätze sieht hierzu die Stadtverwaltung?

6.    Können kurzfristig Übergangslösungen geschaffen werden? In diesem Zusammenhang erinnern wir erneut an unseren Vorschlag, im Bereich der demnächst freiwerdenden Fläche beim Areal des Züblin-Parkhauses (Fläche mit dem bisherigen Standort Tankstelle) entlang der Katharinenstraße über architektonisch gut gemachte Containerhäuser sehr schnell Wohnungsangebote für Studenten zu schaffen. Dies könnte auch in einer Kombination mit künstlerischen Nutzungen geschehen.


Wir bitten um möglichst kurzfristige Beantwortung dieser Fragen mit einer qualifizierten Einschätzung der Stadtverwaltung zur Realisierung unseres Vorschlages nach obiger Ziffer 6.



                    
Alexander Kotz                 Dieter Wahl            Joachim Rudolf
Fraktionsvorsitzender