Datum
08.03.2011
Antragsnummer
111/2011

Entsorgung von CDs beim AWS – in der Praxis doch Fehlanzeige?

Vor einigen Monaten erst bemängelte die CDU-Fraktion im Antrag 279/2010, dass auf Anfrage beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) empfohlen wurde, CDs in den Restmüll zu geben. Da die Scheiben zum großen Teil aus dem wertvollen Polycarbonat bestehen, haben die CDU-Stadträte aus ökologischen und ökonomischen Gründen gefordert, CDs der Wiederverwertung bzw. des Recyclings durch die Annahme beim AWS zuzuführen – auch die Möglichkeit der Abgabe von CD-Plastikhüllen sollte inbegriffen sein.

Dies alles, so hieß es zusammengefasst in der Stellungnahme der Stadtverwaltung, sei längst gängige Praxis und würde den Bürgern dementsprechend publik gemacht. Auch in der Presse (siehe Filder-Zeitung vom 2.10.2010 http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2652818_0_9223_-verwirrung-um-cd-entsorgung-wertstoffhof-oder-restmuell-.html) wurde in dem Sinne berichtet: Die CDU würde mit ihrem Antrag für Verwirrung sorgen, da bekannt sei, dass CDs samt den davon zu trennenden Hüllen problemlos auf den Wertstoffhöfen entsorgt werden könnten.

Umso verwunderlicher vor diesem Hintergrund ist eine erneute Klage darüber, dass beim AWS die Annahme von CDs mit der Begründung verweigert wird, diese gehörten in den Hausmüll.

Die CDU will sicherstellen, dass die Entsorgung von CDs zum Zweck ihrer Wiederverwertung in Stuttgart in der Praxis tatsächlich und vor allem in Zukunft keine Fehlanzeige ist (selbst wenn die AWS-Zentrale keine Annahmestelle für CDs und andere Wertstoffe ist, sondern diese Funktion den AWS-Wertstoffhöfen zukommt, muss der Bürger bei jeder AWS-Stelle die richtige Auskunft über Entsorgungsmöglichkeiten erhalten).

In diesem Kontext fragen wir:

·    Wie kommt es dazu, dass (mitunter) die Annahme von CDs beim AWS verweigert wird?

·    Was wird der AWS unternehmen, damit in Zukunft nicht mehr die Empfehlung ausgegeben wird, dieses „Rohmaterial“ in den Hausmüll zu werfen?

·    Würde aus Sicht der Verwaltung das Aufstellen von Sammelbehältern für CDs an wohnortnahen Stellen, wie z.B. in den Bezirksrathäusern, Sinn machen?



Prof. Dr. Dorit Loos            Dieter Wahl            Philipp Hill