Datum
18.02.2011
Antragsnummer
75/2011

Familienzentren – wie sieht die künftige Struktur aus?

Der Caritasverband für Stuttgart e.V. hat am 17. Februar 2011 eine interessante Veranstaltung zum Thema der Entwicklung von Familienzentren in Stuttgart durchgeführt.

Klar geworden ist dabei, dass die katholische Kirche eine Struktur der Familienzentren unter den Vorgaben des so genannten „Early Excellence Ansatzes“ anstrebt. Der pädagogische Ansatz ist dem städtischen Ansatz von „Einstein in der Kita“ ähnlich, der sich u.a. durch individuelle Förderung des Kindes, Erziehungspartnerschaft unter starkem Einbezug der Eltern auszeichnet. Familienzentren können und sollen insbesondere auch eine bedeutende Rolle bei den Anstrengungen zur Überwindung von Kinderarmut spielen: Kinder und deren Familien finden hier Rahmenbedingungen und Angebote vor, die den Zugang zu Bildung und Kultur fördern.

Was die Strukturen im Bereich der Familienzentren angeht, hält man in Stuttgart aufgrund der guten Erfahrung am Prinzip der Vielfalt fest. Die Vielfalt in der Struktur gilt als vorteilhaft – für die Institutionen, vor allem für die Familien und letztlich für die Stadtgesellschaft – und wird deshalb hierzulande allseits geschätzt. Eine einheitliche Struktur, wie sie gemäß der Präsentation am 17.2. im Haus der Katholischen Kirche in Hannover besteht, ist vor diesem Hintergrund für Stuttgart nicht nachahmenswert.


Wir beantragen in diesem Zusammenhang:

1.)    Die Verwaltung, das Jugendamt, nimmt Kontakt mit dem Caritasverband auf, um die geplanten Entwicklungen von Familienzentren zu besprechen.

2.)    Das Jugendamt legt rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen 2012/2013 ein Konzept zur Weiterentwicklung der Struktur der Familienzentren in der Stadt vor.




Iris Ripsam                          Dr. Klaus Nopper
Stv. Fraktionsvorsitzende