Datum
12.09.2011
Antragsnummer
340/2011

Hilfe für die Wagenhallen

Auf Initiative der CDU-Gemeinderatsfraktion wurde im letzten Jahr der Pachtvertrag mit der Kulturbetrieb Wagenhallen GmbH & Co KG um den Zeitraum von fünf Jahren verlängert. Damit konnte den Verantwortlichen vor Ort Planungssicherheit gegeben werden, denn die beiden Betreiber der Tangohalle, die 80 Künstlerinnen und Künstler des „Kulturverein Wagenhalle e. V.“ und das „Tango Ocho Stuttgart“ sind aus der Künstler- und Veranstaltungsszene unserer Stadt nicht mehr wegzudenken. Das hat auch der Ausschuss für Kultur und Medien (AKM) erkannt, der sich auf Initiative der Kulturbürgermeisterin einstimmig für den dauerhaften Erhalt der Wagenhallen als Kultureinrichtung ausgesprochen hat. Ganz zu schweigen von den unzähligen Veranstaltern und Firmen mit Weltgeltung, die den morbiden Charme dieses kulturellen Kleinods auf dem Gelände des Inneren Nordbahnhofs regelmäßig unter anderem für Produktpräsentationen nutzen.

Und genau hier beginnt das Problem, seitdem in der unmittelbaren Nachbarschaft die Bauarbeiten für den Neubau des Beruflichen Schulzentrums für Gesundheit, Pflege, Ernährung und Sozialwesen begonnen haben. Da sich der Kulturbetrieb in den Wagenhallen ohne einen Cent an städtischen Zuschüssen finanziert, sind die Verantwortlichen auf das Geld angewiesen, das sie von ihren Auftraggebern erhalten. Die aber bleiben zur Zeit aus oder stornieren angesichts von Staub und Baustellenlärm in der Nachbarschaft ihre Aufträge in den Wagenhallen.

Wir sehen diese Entwicklung mit Sorge, zumal die Verantwortlichen vor Ort gemeinsam mit der Stadt nach der Entscheidung für die Pachtverlängerung zum Teil umfangreiche Instandhaltungs-
maßnahmen, zum Beispiel für neue Toilettenanlagen, finanziert haben.

Deshalb beantragen wir:

1.    die Stadtverwaltung informiert die Nutzer der Wagenhallen regelmäßig über die Großbaustelle und deren Verlauf.

2.    die Stadtverwaltung führt mit den von der Baustelle unmittelbar betroffenen Nutzern der Wagenhallen Gespräche über Art und Umfang der Beeinträchtigungen während der Bauzeit und berichtet dem Gemeinderat, ob und wie im Einzelfall geholfen werden kann, den Kulturbetrieb weiterzuführen.


        
Jürgen Sauer         Fred-Jürgen Stradinger    Helga Vetter
                              stv. Fraktionsvorsitzender