Datum
24.03.2011
Antragsnummer
126/2011

Kunstmuseum die Dritte – Welche Konsequenzen ziehen wir?

Mit der Beantwortung unseres Antrags 53/2011 teilt uns die Verwaltung folgendes sinngemäß mit:
Den Architekten unseres Kunstmuseums ist das verbohrte Bestehen auf ihr Urheberrecht wichtiger, als das Erscheinungsbild und die Funktionsfähigkeit ihres Werkes. Vermutlich liegt es daran, dass die Architekten in Berlin sitzen, während sich die Stuttgarterinnen und Stuttgarter tagtäglich über den Zustand des Glasbandes am Kleinen Schlossplatz ärgern. (die Presse berichtete ausgiebig).
Die Architekten machen selbst keine lösungsorientierten Vorschläge wie man ihren Planungsfehler dauerhaft beheben kann, und verweigern den Sanierungswunsch von Stadtverwaltung und Museumsleitung durch ihr Urheberrecht.
Dies ist ein untragbarer Zustand. Öffentliche Gebäude dürfen nicht zur Geisel von Architekten werden!

Wir beantragen:

1.)    Die Stadtverwaltung entwickelt einen dauerhaften Lösungsvorschlag für das Problem in Abstimmung mit der Museumsleitung, wenn nötig auch ohne Abstimmung mit den Architekten.
      
2.)    Die Verwaltung berichtet dem Gemeinderat zeitnah schriftlich sowie im Ausschuss für Umwelt und Technik über den geplanten Lösungsvorschlag, dessen Kosten und zeitliche Umsetzungsmöglichkeit.

3.)    Die Verwaltung zeigt dem Gemeinderat Wege auf, wie bei zukünftigen Bauvorhaben der Stadt, eine solche Situation verhindert werden kann. Wir denken hier durchaus auch daran, dass Architekten im Rahmen von Beauftragungen auf ihr Urheberrecht verzichten sollen.

            
Alexander Kotz                 Dieter Wahl    Fabian Mayer
Fraktionsvorsitzender



Dr. Klaus Nopper