Datum
08.08.2011
Antragsnummer
323/2011

Nachnutzung der freiwerdenden Fläche an der Katharinenstraße – Zeitliche Befristung als bauliche Chance sehen

Der Gemeinderat hat mit der Vorlage 564/2011 beschlossen, dass einerseits dem Züblin-Parkhaus eine Bestandsgarantie bis 31.12.2023 gegeben wird, andererseits aber für die Zeit danach auch alle Entscheidungsmöglichkeiten für weitere Nutzungen des Areals bei der Stadt liegen.
Die CDU-Fraktion hätte sich, wie in unserem Antrag 341/2010 gefordert, eine kürzere Restlaufzeit des Parkhauses, und damit eine frühere städtebauliche Aufwertung des Quartiers gewünscht. Wir sehen aber die rechtlichen Gegebenheiten, und tragen die Vorlage mit.

Positiv ist zu bewerten, dass ein Teil des Areals an der Katharinenstraße sehr zeitnah neu genutzt werden kann.
Richtig ist, dass hier aber nur eine Interimsnutzung vorgesehen werden sollte, damit das Gesamtareal in 12 Jahren, und nach einem entsprechenden Wettbewerb komplett neu beplant und bebaut werden kann. Wichtig ist uns aber, dass die frei werdende Fläche sehr schnell wieder einer geordneten Nutzung zugeführt wird, bevor sich Aktivitäten entwickeln, die wir dort nicht gerne sehen würden.

Im Rahmen der Diskussionen um das Quartier „Neckarpark“ wurden dem Gemeinderat Beispiele und Möglichkeiten von zeitlich begrenzten Wohn- und Arbeitsräumen in Form von Containersiedlungen vorgestellt. Diese Beispiele waren sehr attraktiv, und hatten nichts mit dem unangenehmen Empfinden beim Wort „Containerdorf“ gemeinsam.

Wir beantragen:

1.)    Die  Stadtverwaltung prüft Möglichkeiten, wie auf dem kurzfristig freiwerdenden Gelände eine Interimsnutzung für 12 Jahre durch eine Bebauung in Containerbauweise oder ähnlichem dargestellt werden kann.

2.)    Die Stadtverwaltung nimmt Gespräche mit möglichen Nutzer- und Bewohnergruppen für eine solche Anlage auf. Wir denken hier im speziellen an studentisches Wohnen oder Künstler mit einer Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Wir halten die zentrale Lage in der Innenstadt für eine interessante Möglichkeit für ein solches Projekt, welches auch das umgebende Gebiet aufwerten würde.

3.)    Als Alternative zu einer solchen Nutzung berichtet die Verwaltung, ob ein Bedarf für weitere Spielflächen für Kinder und Jugendliche im Gebiet vorhanden ist, und falls ja, wie eine Nutzung dafür aussehen könnte.

Die Stadtverwaltung berichtet zeitnah im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen und im Umwelt- und Technikausschuss.



Alexander Kotz                 Dieter Wahl    Joachim Rudolf
Fraktionsvorsitzender