Datum
15.11.2011
Antragsnummer
845/2011

Schulentwicklung – Pläne, die sich aus den zukünftigen Notwendigkeiten ergeben

„Ziel der regionalen Schulentwicklungsplanung ist die Sicherung des benötigten Schulraumes an nachhaltigen Standorten, die ein entwicklungsfähiges Schulsystem, organisatorisch und pädagogisch, ermöglichen“, heißt es im ersten Satz des aktuellen Schulentwicklungsplans für die allgemein bildenden Schulen der Landeshauptstadt Stuttgart vom Mai dieses Jahres.

Die Schulentwicklungsplanung gibt dem Gemeinderat Handlungsempfehlungen, die bis 2020 umgesetzt werden sollen. Durch eine breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Schulen mit Schulleitung, Lehrern, Eltern und den Bezirksbeiräten wird versucht, eine große Akzeptanz zu erreichen.

I)    Mit diesen Maßgaben, entwickelt die CDU-Fraktion auf der Grundlage der von der Verwaltung mit der Beschlussvorlage GDRrs 358/2011 vorgebrachten Vorschläge Überlegungen zu darüber hinaus gehenden Maßnahmen und beantragt:

    zu 3. b)
    Prüfung, am Standort Stammheim eine Gemeinschaftsschule einzurichten.
    Aufgrund der beschriebenen Schulzusammenführung und -verlagerung stellt sich die Frage nach der Option, von den Jahren 2013/2014 an hier das Konzept einer Gemeinschaftsschule weiterzuverfolgen.

    zu 3. c)
    Prüfung der Eignung für eine „Campus-Lösung“.
    Bei der Erstellung des Raumprogramms für die Gustav-Werner-Schule, die Uhlandschule, die Rilke-Realschule und das Ferdinand-Porsche-Gymnasium könnte eine so genannte Campus-Lösung sinnvoll sein, dergestalt, dass verschiedene Räumlichkeiten und Angebote wie Mensa, Pausenhof, große Aula etc. gemeinsam genutzt werden können. Zu prüfen ist ebenso, ob die Inklusion an diesem Campus-Standort umzusetzen ist.

    zu 4. a)
    Prüfung, eine Gemeinschaftsschule einzurichten.
    In die Untersuchung, die Werkrealschule Altenburgschule in eine Realschule zu überführen, ist im Sinne einer Stärkung des Schulstandorts zu prüfen, diese oder die Elise-von-König Schule zu einer Gemeinschaftsschule zu entwickeln.

    zu 6. c)
    Prüfung der Eignung für eine „Campus-Lösung“ für die Verbundschule Rohr, die   Pestalozzischule, die Robert-Koch-Realschule und das Hegel-Gymnasium.
    Zu untersuchen ist, inwiefern Synergien durch die gemeinsame Nutzung von Raumkapazitäten hergestellt werden können. Diese Überlegungen sollen weniger von wirtschaftlichen Aspekten geleitet sein, sondern vor allem von der Maßgabe, pädagogisch überzeugende Lösungskonzepte umsetzen zu können.

II)     Die CDU-Fraktion beantragt gleichermaßen, in sämtliche Überlegungen und Planungen alle betroffenen Akteure, zuvorderst die Eltern und Lehrer, von Anfang an und umfänglich einzubeziehen. Jede Weiterentwicklung in der Stuttgarter Schullandschaft und konkret in den unterschiedlichen Stadtbezirken soll gemeinsam im Konsens aller Beteiligten erfolgen, um somit das jeweils beste Lösungskonzept Schritt für Schritt umsetzen zu können.  

III)    Weiter beantragt die CDU-Fraktion, den Unterausschuss Schulsanierungen um den Themenbereich Schulentwicklungsplanung zu erweitern, um so den fortlaufenden Prozess auf diesem Feld in geeigneter Weise begleiten zu können.

Die Vorarbeit für die Umsetzungen der Schulsanierungen wurde im Unterausschuss mit der Entscheidung über die Gemeinderatsvorlage 814/2011 geleistet. Weiterhin, wenn auch sicherlich in größeren Abständen, wird es Besprechungen und Darstellungen zur Entwicklung im Sanierungsbereich im Unterausschuss geben müssen. Denn die tatsächliche große und konkrete Arbeit ist nun auf der Basis der vom Gemeinderat geschaffenen Strukturen zu realisieren.

Damit sich der Gemeinderat beim Schulentwicklungsprozess auf dem aktuellen Stand halten und in zeitgerechten Abständen evtl. steuernd eingreifen kann, hält die CDU die neue Aufgabenstellung für angebracht und notwendig.
    


    
Alexander Kotz                   Iris Ripsam                          Fred-Jürgen Stradinger
Fraktionsvorsitzender        stv. Fraktionsvorsitzende    stv. Fraktionsvorsitzender