Datum
14.10.2011
Antragsnummer
475/2011

Verhinderung von Wohnungslosigkeit - Betreuung von eingestreuten Fürsorgeunterkünfte

Haushalt 2012/2013 - Finanzplanung bis 2016

Die Fachstelle zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit ein Teil der städtischen Wohnungsnotfallhilfe, besteht seit 1991. Ihre Aufgabe ist seit jeher Wohnungslosigkeit durch präventive, dem Einzelfall angemessene Maßnahmen und Lösungen zu vermeiden.

Nur ca. 45% der angeschriebenen, von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen suchen die Fachstelle auf. Der Rest reagiert entweder zu spät oder gar nicht. Mit dem Ziel einer wirkungsvollen Prävention hat die Fachstelle im Jahr 2008 in einem Projekt versucht, Personen, die nicht auf das Anschreiben reagiert haben, in der eigenen Häuslichkeit aufzusuchen und über das bestehende Hilfeangebot zu informieren. Von diesen 85 Haushalten hat ungefähr die Hälfte das Beratungsangebot angenommen. Dabei konnte in vielen Fällen der Verbleib in der Wohnung gesichert und hierdurch Kosten für die Stadt vermieden werden.

Wir beantragen:

Die Schaffung einer 0,5 Stelle in der Fachstelle zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit


Die individuellen Notlagen der Bewohnerinnen und Bewohner in den 231 Streuobjekten sind genauso schwierig wie in den Zweckbauten. Auch dieser Personenkreis lebt unter prekären Bedingungen (Überschuldung, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Armut, Verwahrlosung, sozialer Isolation, mangelnder Kompetenz im Umgang mit Ämtern/Institutionen, Konflikte innerhalb der Familie und Nachbarschaftsprobleme, sprachliche Barrieren usw.). Seit Anfang 2011 werden von den Trägern (EVA, Jugendhilfe aktiv) nicht verbrauchten Mitteln für die soziale Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner in Zweckbauten 3 x 0,3 Stellenanteile für die soziale Betreuung in den bestimmten gestreuten Fürsorgeunterkünften finanziert. Wir wollen, dass nach dem Verbrauch der vorhandenen Mittel die Maßnahme fortgesetzt wird. (vgl. GRDrs 264/2011 – Umsetzung der Neukonzeption für die Fürsorgeunterkünfte (FUK) – Jahresbericht).


Wir beantragen:
Einen Personalkostenzuschuss an die Freien Träger zur Betreuung eingestreuter Fürsorgeunterkünfte:
für 2012    14.175 €
für 2013    56.700 €

Somit werden im Doppelhaushalt 2012/2013 70.875 € eingestellt.



Alexander Kotz    Philipp Hill    Joachim Rudolf
Fraktionsvorsitzender