Datum
18.04.2011
Antragsnummer
159/2011

Wassersport treibende Vereine in Stuttgart - müssen die sich Sorgen machen?

In verschiedenen Presseveröffentlichungen wurde über die Pläne des Bundesverkehrsministeriums zur Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes berichtet. Wasserstraßen sollen nach dem Güteraufkommen in ein Ranking gebracht werden. Sollten die angedachten Ausbaumaßnahmen der Neckarschleusen nicht kommen, könnte dies auch Auswirkungen u.a. auf die muskelkraftbetriebenen Wassersportarten habe, denn das beinhaltet auch, dass Gewässer ohne Verkehr oder Tourismus entwidmet werden könnten. Dies könnte für die Bootssporttreibenden und die Sportvereine direkte Auswirkungen haben, wenn man bedenkt, dass nach einer Entwidmung von Bundeswasserstraßen sehr schnell weitere Befahrungsverbote aus Naturschutzgründen verhängt werde könnten. Wir haben  in Stuttgart neun Vereine mit rund 1.600 Mitgliedern, die Wassersport, beispielsweise mit dem Kanu, dem Kajak oder dem Ruderboot betreiben.

Wir fragen die Stadtverwaltung:

1)    Ist über die mögliche Reform zu erwarten, dass bestehende Infrastruktur wie Ein- und Ausstiegsstellen nicht mehr gewartet werden?

2)    Ist durch eine Umwidmung, hier im speziellen der Entwidmung, davon auszugehen, dass weitere Befahrungsverbote aus Naturschutzgründen verhängt werden und dass dadurch perspektivisch auch die Existenz der Vereine gefährdet ist?

3)    Ist zu befürchten, dass der Wassertourismus beeinträchtigt oder gar die Forderung auf Förderung des Wassertourismus unterlaufen wird?



Fred-Jürgen Stradinger         Dieter Wahl       Ursula Pfau
stv. Fraktionsvorsitzender



Beate Bulle-Schmid