Datum
23.04.2012
Antragsnummer
123/2012

Anschluss StudiTickets sind der Renner

aber leider nicht überall

Bis zum Sommersemester 2010 lösten Studenten in dem Verkehrsverbund, in dem ihr Studienort lag, ein günstiges StudiTicket. Wer aber in einem anderen Kreis oder einer Stadt außerhalb wohnte, hatte das Nachsehen und musste dort ein deutlich teureres Monatsticket lösen.
Vor zwei Jahren starteten die Verkehrsverbünde Stuttgart, HNV (Heilbronn), naldo (Neckar-Alb-Donau) und VPE (Pforzheim) das sogenannte „Anschluss-Semesterticket“. So können Studenten, die beispielsweise in Tübingen studieren, aber in Stuttgart wohnen, sowohl beispielsweise das naldo Ticket, als auch das VVS Anschlussticket zu günstigen Konditionen bekommen.
Die Erwartungen an das Anschlussticket wurden weit übertroffen, so wurden über die vier Verbünde rund 52 Prozent mehr Anschlusstickets in 2011, als im Vorjahr, verkauft. Studenten sind für den ÖPNV gute Kunden. Sie haben den höchsten Anteil am öffentlichen Nahverkehr.

Studenten, die in Geislingen oder Reutlingen studieren und beispielsweise in Stuttgart wohnen, haben die Möglichkeit nicht, ein VVS-Anschlussticket zu erwerben, da dies für die beiden Hochschulstandorte nicht verfügbar ist. Diese Hochschulstandorte sind für das Anschlussticket Niemandsland.
Dadurch werden die Studenten dazu verleitet, sich anstatt in den ÖPNV, in das Auto  zu setzen.

Das wollen wir vermeiden. Daher beantragen wir:


1.    Die Stadtverwaltung wirkt auf den Verkehrsverbund Stuttgart und die Beteiligten dahingehend ein, dass die bisher nicht einbezogenen Hochschulstandorte in der Metropolregion Stuttgart mit einbezogen werden.




Beate Bulle-Schmid    Jürgen Sauer
                                  stv. Fraktionsvorsitzender