Datum
20.04.2012
Antragsnummer
118/2012

E-car2go

Auswirkungen auf die Mobilität unserer Stadt

In den letzten Wochen wurde im Gemeinderat heftig und kontrovers über die Einführung von E-car2go und dessen Auswirkungen auf die Mobilität in unserer Stadt und auf den öffentlichen Raum im Zusammenhang mit der Ladeinfrastruktur diskutiert.
Im Rahmen dieser Diskussion hat sich herausgestellt, dass es im Gemeinderat unterschiedliche Einschätzungen gibt, in welchen Bereichen der Mobilität welche ökologischen Verbesserungen bzw. Zuwächse von Nutzern möglich sind.

Um hier in Zukunft möglichst auf fundierten Grundlagen diskutieren zu können, fragen wir die Verwaltung nach Ihrer Einschätzung.

Wir bitten um einen schriftlichen Bericht sowie um eine Berichterstattung im Ausschuss für Umwelt und Technik zu folgenden Fragen:

1.    Welche möglichen Zuwachsraten sieht die Verwaltung im Bereich der Fahrgastzahlen des ÖPNV im Stadtgebiet in den nächsten 5; 10 und 20 Jahren?

2.    Welche Maßnahmen müssten im ÖPNV ergriffen werden, um diese prognostizierten Fahrgastzahlen zu erreichen?

3.    In welcher Höhe müssten Investitionen in den ÖPNV getätigt werden, um diese Maßnahmen umzusetzen?

4.    Wie würde sich das jährliche Defizit der SSB durch diese Maßnahmen entwickeln?

5.    Welche möglichen Zuwachsraten sieht die Verwaltung im Bereich von carsharing-Angeboten?

6.    Welche Maßnahmen müssten ergriffen werden, um diese Zuwachsraten zu erzielen?

7.    Welche Maßnahmen müssten hierbei von der öffentlichen Hand getätigt bzw. unterstützt werden?

8.    Wie schätzt die Verwaltung den möglichen Rückgang der individuellen Mobilität (Auto, Motorrad, Transporter und LKW) durch einen realistischen Ausbau des ÖPNV sowie der anderen innerstädtischen Verkehrsarten (Radfahrer, Fußgänger) und attraktive Angebote der Intermodalität ein?

9.    Wie hoch ist der heutige Anteil des Wirtschaftsverkehrs an unserem Individualverkehr in Stuttgart, und welcher Anteil davon schätzt die Verwaltung könnte zukünftig auf den ÖPNV, auf Radfahrer und Fußgänger verlagert werden?

10.    Wie hoch schätzt die Verwaltung die möglichen CO2-Einsparungen und Reduzierungen der Lärmimmissionen innerhalb Stuttgarts ein, wenn die Elektromobilität (Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb, Strom ausschließlich regenerativ) eine ähnliche Akzeptanz und Durchsetzung am Markt wie z.B. der Katalysator vor einigen Jahren erfährt?

Alexander Kotz               Jürgen Sauer                     Helga Vetter
Fraktionsvorsitzender    stv. Fraktionsvorsitzender

Philipp Hill    Joachim Rudolf