Datum
14.09.2012
Antragsnummer
286/2012

Entscheidung über die Zukunft des RSO Stuttgart vertagen

Die Zukunft des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart (RSO) ist ungeklärt. In seiner letzten Sitzung kurz vor der Sommerpause hat der SWR-Rundfunkrat die Fusion mit dem SWR-Sinfonieorchester in Freiburg für den Fall beschlossen, dass bis zur Sitzung am
28. September 2012 keine Lösung für die Finanzierung zweier auch in Zukunft eigenständiger SWR-Orchester vorliegt.

Bei allem Verständnis für die Einsparbemühungen des SWR, die selbstverständlich auch vor den Orchestern nicht Halt machen dürfen, sind die Eile in diesem Verfahren und der daraus resultierende Umgang mit der Landeshauptstadt Stuttgart absolut inakzeptabel.


Wir sind nicht bereit, uns diesem Druck zu beugen, und beantragen,

1.    Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster beantragt als Mitglied des Rundfunkrats schriftlich eine Vertagung der endgültigen Entscheidung über die Zukunft der beiden SWR-Orchester.

2.    Die Frage über die Zukunft der beiden SWR-Sinfonieorchester in Stuttgart und in Freiburg wird inklusive einer möglichen Beteiligung weiterer finanzieller Partner vom SWR im Rahmen eines geordneten Verfahrens mit den beiden Sitzstädten geklärt.

3.    Als Beitrag für die dringend notwendige Diskussion dieser Frage in unserer Stadt werden der Vorsitzende des Vereins der „Freunde und Förderer des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR“, Dr. Uli Kostenbader, zusammen mit dem Orchestermanager des RSO Stuttgart, Felix Fischer, in die nächste Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien (AKM) am 23. Oktober 2012 eingeladen.

4.    Die Verwaltung hält die Gemeinderatsfraktionen über den Stand der Gespräche mit dem SWR auf dem Laufenden und legt abschließend einen Vorschlag vor, wie die Standortinteressen der Stadt Stuttgart auch in Zukunft gewahrt bleiben.



Alexander Kotz                   Jürgen Sauer                           Helga Vetter
Fraktionsvorsitzender        stv. Fraktionsvorsitzender

 

Anlage1 zur Stellungnahme

Anlage2 zur Stellungnahme