Datum
04.05.2012
Antragsnummer
144/2012

Europäische Mobilitätswoche

ein Städtewettbewerb, wie für Stuttgart gemacht

Stuttgart hat in Sachen innovativer und umweltfreundlicher Mobilität viel vorzuweisen. Man denke hier etwa an die jüngst präsentierte Mobilitätskarte oder an den Erfolg beim Bundeswettbewerb, wonach Stuttgart zum „Schaufenster Mobilität“ wird.

Im vergangenen Jahr hat die italienische Stadt Bologna den ersten Preis der Europäischen Mobilitätswoche gewonnen, eine Initiative der Europäischen Kommission. Die Städte Larnaka in Zypern und Zagreb in Kroatien errangen die Plätze zwei und drei. Diese zehnte Europäische Mobilitätswoche stand unter dem Motto „Alternative Mobilität“ mit der Schwerpunktsetzung auf dem Übergang zu einem Ressourcen schonenden Transportsystem. Mehr als 2.200 Kommunen haben 2011 an der Europäischen Mobilitätswoche teilgenommen. Sie gilt als die größte Kampagne für nachhaltige Mobilität weltweit.

In diesem Jahr heißt das Thema der vom 16. bis 22. September stattfindenden Mobilitätswoche „Auf dem Weg in die richtige Richtung“. Es geht wieder um nachhaltigen städtischen Verkehr, was unter anderem die Verbesserung der Luft und die Verminderung des Lärms impliziert. Auch spielen Verkehrssicherheitsaspekte sowie der effizientere Transport von Menschen und Gütern und insgesamt eine höhere Qualität und Attraktivität des urbanen Umfelds eine Rolle.

Wir sind der Meinung, dass die Teilnahme an der Mobilitätswoche grundsätzlich positive Wirkung hat, in dem Sinne, dass die Menschen für die Thematik besser sensibilisiert werden, dass die teilnehmenden Städte sich über praktikable Maßnahmen besser austauschen und so voneinander lernen können, und dass sich dadurch die Energiewende in den Städten sowohl unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten als auch in Bezug auf das individuelle Mobilitätsverhalten beschleunigend vollziehen kann.


Vor diesem Hintergrund beantragen wir bei der Stadtverwaltung eine Stellungnahme darüber,

1)    ob für Stuttgart bereits in Erwägung gezogen worden ist – auch in der Vergangenheit –, sich an der Europäischen Mobilitätswoche zu beteiligen;

2)    wie stark – bei der in einer Woche konzentriert stattfindenden Aktivitäten – der Dauereffekt in Sachen nachhaltiger städtischer Verkehr bei den in den vergangenen Jahren ausgezeichneten Städten ist;

3)    wie hoch der Reputationsgewinn auf dem Gebiet der umweltfreundlichen Mobilität für eine Stadt bei einer Teilnahme und bei einem Preisgewinn eingeschätzt wird;

4)    ob es nicht sinnvoll wäre, die bereits vorhandenen vielfältigen Aktivitäten im Bereich umweltfreundlicher Mobilität in Stuttgart, inklusive die EU-Mobilitätsprojekte mit Stuttgarter Beteiligung, in einer solchen Woche zum einen für Fachkreise und zum anderen für die breite Öffentlichkeit zusammenzuführen;

5)    ob im Rahmen einer solchen Mobilitätswoche nicht auch die jährlich stattfindenden Stuttgarter Fahrradaktionstage als ein Mosaikstein besser sichtbar in den Gesamtkontext des Stuttgarter Mobilitätsansatzes gestellt werden könnten.




Alexander Kotz             Jürgen Sauer                 Fritz Currle
Fraktionsvorsitzender  stv. Fraktionsvorsitzender