Datum
06.07.2012
Antragsnummer
226/2012

Kann die Freibadsaison verlängert werden?

Die Freibadsaison in der Großstadt ist eine schöne Zeit, vor allem dann, wenn, wie es in Stuttgart der Fall ist, kein Fluss oder See als Badegewässer für die erfrischende Abkühlung an sommerheißen Tagen den Menschen zur Verfügung steht. Städtische Freibäder kompensieren dieses Manko ein Stück weit und sind deshalb bei alt und jung beliebt.

Bedauerlich ist, dass die Dauer der Freibadsaison mit der Haushaltskonsolidierung Ende 2009 gekürzt werden musste. Fortan sind die Freibäder (Freibad Rosental, Freibad Sillenbuch, Inselbad Untertürkheim, Höhenfreibad Killesberg) zwecks Kosteneinsparung seit 2010 weniger lang im Jahr geöffnet (eine Ausnahme bildet das Freibad Möhringen mit seiner Abdeckungsmöglichkeit über Nacht). In diesem Jahr sticht ins Auge, dass der Badespaß im Freien bereits am 2. September endet, also sogar noch in den Sommerferien. Viele Bürger beklagen nachvollziehbarer Weise diesen Umstand.


Wir fragen vor diesem Hintergrund:

1)    In welcher Höhe konnten in den vergangenen zwei Jahren Einsparungen aufgrund der verkürzten Jahresöffnungszeiten der Freibäder generiert werden?

2)    a)    Mit welchen zusätzlichen Einnahmen kann, unter der Annahme, dass die letzte
        Ferienwoche im September schönes Wetter bei spätsommerlichen
        Badetemperaturen verspricht, gerechnet werden?
    b)    Um welchen Anteil würde sich der Deckungsbeitrag unter dieser Annahme
        voraussichtlich erhöhen?

3)    Wäre es angesichts der weiter zu verfolgenden Familien- und Kinderfreundlichkeit in Stuttgart nicht angebracht, über eine (Wieder)Ausweitung der Badesaison in den Stuttgarter Freibädern ernsthaft nachzudenken, zumal auch die finanzielle Lage der Stadt deutlich entspannter ist als vor drei Jahren, als in vielen Bereichen drastische Einsparmaßnahmen unumgänglich waren.

4)    Können deshalb die teilweise bei entsprechend guter Wetterprognose bereits praktizierten ad hoc Verlängerungen der Freibadöffnung nicht generell von vornherein festgelegt werden?

Wir bitten die Verwaltung um eine Stellungnahme zum Sachverhalt und zu den aufgeworfenen Fragen.




Joachim Rudolf        Alexander Kotz               Fabian Mayer
                               Fraktionsvorsitzender