Datum
24.04.2012
Antragsnummer
126/2012

Müll - wo man geht, steht und fährt

In Stuttgart ist überall festzustellen, die Vermüllung nimmt zu. Dies gilt für Straßenränder, Grünanlagen, Spielplätze, Freizeitgebiete, Parkplätze wie für Straßen, Geh- und Radwege.
Viele Menschen haben keine Hemmungen, ihren Müll dort fallen zu lassen, wo sie sich gerade aufhalten. Vielen fehlt die Sensibilisierung für eine saubere Umgebung. Im Gegenteil, oft muss man sich anhören, dass die Müllverursacher der Meinung sind, nicht persönlich für seinen Müll zuständig zu sein, sondern die Straßenreinigung, für die man schließlich Steuern bezahlt. Weswegen also nicht einfach wegwerfen?
Kürzlich wurde in der Stuttgarter Presse berichtet, dass zunehmend mutwillig Flaschen und Glas im öffentlichen Raum zerschlagen werden und für Fußgänger und Radfahrer, aber auch Tiere wie Hunde und Katzen ein großes Gefährdungspotential darstellen.
Darüber hinaus scheuen sich manche Bürger nicht, ihren Müll in größerer Menge einfach irgendwo zu entsorgen. Schnell kommt dann noch mehr dazu, denn wo schon Müll ist, traut man sich eher, noch mehr dazuzutun. Ein eindrucksvolles Beispiel war der Bericht über die Müllentsorgung in den Weinbergen oder die Vermüllung in der Haldenstraße.
Das Problem ist nicht nur die fehlende Einsicht und Sensibilität der Menschen, sondern auch die Tatsache, dass die meisten Müllverursacher nicht „in flagranti“ erwischt und zur Rechenschaft gezogen werden können.
Die alljährlichen und wichtigen, aber leider oft belächelten „Putzeten“ von Vereinen oder anderen Gruppen können das Problem der Vermüllung nur punktuell und kurzfristig mildern.
Wir brauchen in Stuttgart eine Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für ein sauberes Umfeld. Das achtlose Wegwerfen von Unrat und Müll muss wieder aufhören. Denn Müll gehört ausschließlich in den Müll!

Wir fragen:

1.    Sieht die Verwaltung die Möglichkeit durch eine Kampagne, die Bürgerinnen und Bürger für eine saubere Umgebung zu sensibilisieren?
2.    Wie können die Bürgerinnen und Bürger dazu gebracht werden, dass das achtlose Wegwerfen von Müll als nicht tolerierbar stigmatisiert wird?
3.    Sieht die Stadt die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen, Vereinen, Betrieben etc., auf dieses Problem aufmerksam zu machen und so zu einem umweltbewussteren Verhalten der Bevölkerung zu gelangen?
4.    Wie kann verhindert werden, dass monatelang größere Mengen Müll liegen bleiben, wie etwa in der Haldenstraße?

5.    Sieht die Verwaltung die Möglichkeit einer „schnellen Eingreiftruppe“, damit größere Müllansammlungen schnell entfernt werden können und nicht noch mehr dazukommt?

Wir beantragen:

Die Verwaltung möge im UTA über die Müllproblematik berichten und ein entsprechendes Konzept vorlegen.




Beate Bulle-Schmid    Philipp Hill