Datum
11.02.2013
Antragsnummer
81/2013

Ausweisung von Waldrefugien im Stuttgarter Wald

In der Beantwortung der Anfrage Nr. 336/2012 wurden von der Forstverwaltung umfangreich die vielfältigen Planungen und Maßnahmen der Forstplanung 2013-2023 dargestellt.

Neben umfangreichen Einzelmaßnahmen wie die Ausweisung von Habitatbäumen (geschützter Baum) und Habitatbaumgruppen (geschützte Baumgruppen) sollen in Wäldern verschiedener Stadtteile auch Waldrefugien (Bannwald) ausgewiesen werden.

Grundsätzlich ist gegen die Ausweisung von Bannwäldern (ca. 6% auf Stuttgarter Gemarkung) nichts einzuwenden. Da sich jedoch in verschiedenen Stadtteilen verstreut privater Waldbesitz befindet, interessiert uns, wie mit diesen privaten Waldparzellen bei einer Bannwald-Ausweisung verfahren wird.


Wir bitten die Verwaltung um zeitnahe, schriftliche Stellungnahme.

1)    Bis wann gedenkt die Verwaltung die Ausweisung von Bannwald umzusetzen?

2)    Wurden die privaten Waldbesitzer über die Absicht der Verwaltung informiert?

3)    Wird die Verwaltung den privaten Waldbesitzern Kauf- oder Tauschangebote unterbreiten?

4)    Wer kommt bei einem Tausch für die Verwaltungsgebühren auf?

5)    Wäre es zielführend, wenn die Forstverwaltung eine Vor-Ort-Begehung organisiert?

6)    Gibt es gesetzliche Vorgaben, wie viel Prozent der Waldfläche als Habitatwald (Bannwald) ausgewiesen werden muß?

7)    Wird es weiterhin in diesen Waldrefugien/Bannwäldern öffentliche Wege geben bzw. können die bestehenden Wanderwege als solche für die Natur liebenden Waldbesucher freigehalten werden?


Alexander Kotz                Beate Bulle-Schmid
Fraktionsvorsitzender