Datum
31.01.2013
Antragsnummer
51/2013

Betreuungsangebote für Grundschulkinder

- Wahlfreiheit bedeutet auch alternative Angebote

Stuttgart hat sich auf den Weg gemacht, überall dort gebundene Ganztagesgrundschulen anzubieten, wo Schulleitung, Lehrer und Eltern sich gemeinsam dafür entscheiden.
Wir unterstützen weiterhin dieses Ziel, ist doch die gebundene Ganztagesgrundschule für viele Familien ein gutes und dringend benötigtes Angebot.
Die CDU-Fraktion hat aber immer auch klar dargestellt, dass wir eine echte Wahlfreiheit für die Eltern in Bezug auf den Betreuungsumfang an unseren Grundschulen fordern. (siehe unser Antrag 347/2012)
Unter echter Wahlfreiheit verstehen wir, dass es auch weiterhin in Stuttgart alternative Angebote der Betreuung von Grundschulkindern außerhalb der gebundenen Ganztagesgrundschule geben muss. Eine faktische Wegnahme der Wahlfreiheit, dadurch dass es für Kinder auf Halbtagesgrundschulen oder teilgebundenen Ganztagesgrundschulen bei Bedarf keine Angebote für flexible Nachmittagsbetreuung mehr gibt, lehnen wir entschieden ab.
Wir beantragen:
1.)    Die Verwaltung wirkt auf alle Beteiligten ein, dass bei der Entscheidung darüber, ob eine Grundschule eine gebundene Ganztagesschule werden soll oder nicht, nicht nur der Anreiz der Landesregierung durch mehr finanzielle Mittel und Stellen ein großes Gewicht darstellt. Vielmehr soll gerade die Meinung der Eltern hier eine entscheidende Größe sein.
2.)    An Standorten, an denen weiterhin Halbtagesgrundschulen oder teilgebundene Ganztagesgrundschulen bestehen, müssen ergänzende Angebote wie Kernzeitbetreuung, Schülerhaus oder Horte dauerhaft angeboten werden. Diese Angebote müssen auf flexible Anforderungen der Eltern im Betreuungsumfang und Zeitrahmen reagieren. Entsprechende Angebote für ein Mittagessen der Kinder sind zeitlich parallel mit dem Ausbau der Essenangebote an gebundenen Ganztagesgrundschulen auszubauen.  
Die Verwaltung legt dem Gemeinderat ein Konzept vor, wie diese Angebote unter Berücksichtigung der geringeren Kinderzahlen, auf Grund des parallelen Ausbaus der gebundenen Ganztagesgrundschulen, dauerhaft umgesetzt werden können.

            
Alexander Kotz               Fred-Jürgen Stradinger      Joachim Rudolf
Fraktionsvorsitzender    stv. Fraktionsvorsitzender

 

STELLUNGNAHME

Erl. im GR  am 31.01.2013