Datum
30.04.2013
Antragsnummer
199/2013

Ehemalige IBM-Zentrale in Vaihingen –

ein Nutzungskonzept für die Zukunft tut Not

Die Gebäude auf dem ehemaligen IBM-Gelände am Autobahnkreuz Stuttgart stehen leer, sie sind denkmalgeschützt und es findet sich kein Käufer für sie, nachdem sich ein Investor bereits verspekuliert hat. So viel ist Fakt. Doch wie ist mit dieser Situation sinnvoll umzugehen?

Bleibt es dabei, die Gebäude aus Gründen des bestehenden Denkmalschutzes stehen zu lassen, müssen sie mit entsprechendem Kostenaufwand instand gehalten werden. Dass jemand diese Aufgabe übernimmt oder dazu gezwungen werden kann, ist mehr als fraglich. Demnach würde dem Denkmalschutz höchst wahrscheinlich kaum Genüge getan werden können. Dann stellt sich die Frage nach Alternativen, zumal davon auszugehen ist – und das ist eine realistische Annahme –, dass sich weiterhin kein/e Investor/en für die Nutzung des Gebäudekomplexes findet bzw. finden.

Das Areal ist grundsätzlich überaus attraktiv – es ist groß, es ist verkehrsgünstig gelegen und auch der Aspekt, dass Gewerbegebiete in Stuttgart rar sind, macht diesen Standort interessant.


Wir beantragen, dass die Verwaltung nachfolgende Punkte beurteilt:

1.)    Welche Alternativen zum Abriss der alten IBM-Zentrale bestehen für einen Investor? Welche Investitionssummen sind hierfür jeweils zirka erforderlich?

2.)    Wie kann einer jetzt absehbaren Verwahrlosung der Gebäude wirksam begegnet werden? Wer hat hierbei welche Kosten zu tragen?

3.)    Wie würde das Szenario aussehen, wenn sich der Erhalt der Gebäude wirtschaftlich nicht darstellen lässt und der Abriss genehmigt werden müsste:

a)    ist eine (Misch)Nutzung durch Gewerbe, Wohnen denkbar?

b)    ist das Gelände für eine Entwicklung geeignet, die die Ansiedlung moderner Unternehmen mit zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen ermöglicht – Beispiel: Stuttgarter Engineering Park (STEP)?

4.)    Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein bzw. müssten geschaffen werden, damit der Abriss erfolgen kann?

5.)    Wie wird das Interesse von Investoren an dem Gelände, wenn die Abrissgenehmigung erteilt ist, eingeschätzt?

6.)    Wäre das großflächige Areal nicht auch für große bzw. expandierende Unternehmen geeignet, die in Stuttgart bleiben oder nach Stuttgart kommen wollen und die entsprechend viele Arbeitsplätze bieten und für die Stadt Gewerbesteuereinnahmen generieren?



Alexander Kotz                             Jürgen Sauer
Fraktionsvorsitzender                  stv. Fraktionsvorsitzender



Joachim Rudolf                             Philipp Hill