Datum
05.07.2013
Antragsnummer
300/2013

Meldepflichtige Krankheiten

verstärktes Auftreten von Masern

Aus aktuellem Anlass und Nachfrage verschiedener Kindertageseinrichtungen ist ersichtlich geworden, dass es Defizite in der Aufklärung von Kindertageseinrichtungen bezüglich meldepflichtiger Krankheiten gibt. Durch die bereit gestellten Informationsblätter seitens der Stadt, ist es dennoch schwierig die richtige Vorgehensweise zu treffen oder einzuhalten. Aufgrund verschiedener Erkrankungen müssen in Zeiten der Ansteckungsgefahr Gemeinschaftseinrichtungen wie Schule oder Kindergarten gemieden werden oder Mitarbeiter auch vom Arbeitsplatz fernbleiben.
In diesem Zusammenhang sind vorallem Mumps, Masern, Röteln, Windpocken, Ringelröteln, Noroviren zu nennen. Die ständige Impfkommission für Deutschland (STIKO) und das Robert Koch-Institut empfiehlt deshalb das konsequente Impfen, zumindest der Standardimpfungen.
Der Impfkalender für Säuglinge und Kleinkinder findet sich im Anhang, epidemiologisches Bulletin.

Erst dadurch konnte ein deutlicher Rückgang der Krankheiten verzeichnet werden. Leider gibt es immer noch Eltern, die Ihre Kinder den Standardimpfungen entziehen und somit eine Gefahr für andere Säuglinge und  Kleinkinder darstellen.
Erhebliche Nebeneffekte können fatale als auch letale Folgen, auch im engeren Familienkreis (Geschwisterkinder, Schwangerschaft),  nach sich ziehen.

Seit dem 29.03.20013 sind sogar in § 6, § 7 und § 8 des IfSG die Erweiterungen der Meldepflicht (Mumps, Windpocken, Röteln und Keuchhusten) für Ärzte und Laboratorien in Kraft getreten. Nach § 34 IfSG (Infektionsschutzgesetz) bestehen die Regelungen der Meldepflicht für o.g. Erkrankungen in Gemeinschaftseinrichtungen schon länger.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1.    Wie werden die Kindertageseinrichtungen über meldepflichtige Krankheiten informiert und vor allem aufgrund der vielfältigen Erscheinungsbilder der Krankheiten geschult?
2.    Wie läuft die Meldekette?
3.    Wie ist der Umgang im Hinblick auf die Inkubationszeit, Dauer der Ansteckungsfähigkeit und Prophylaxe?
4.    Was spricht gegen eine Standard-Impfpflicht als Aufnahmevoraussetzung in städtischen Kindertageseinrichtungen?
5.    Wir bitten um schriftliche Beantwortung und um eine Berichterstattung im Sozial- und Gesundheitsausschuss sowie im Jugendhilfeausschuss.

            
Dr. Cornelius Kübler    Iris Ripsam                       Beate Bulle-Schmid
                                   stv. Fraktionsvorsitzende


Philipp Hill

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