Datum
10.06.2013
Antragsnummer
243/2013

Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser

Hochwasser ist ein immer wieder kehrendes Naturereignis, welches nicht exakt vorhersehbar und dessen Folgen nicht bis ins Detail absehbar sind. Dies zeigt die derzeitige extreme Lage in vielen Bereichen Baden-Württembergs und darüber hinaus.

Während wir dieses Mal in Stuttgart noch relativ glimpflich davon gekommen sind, müssen wir in Zukunft trotzdem immer wieder mit Hochwasserlagen rechnen, die auch wesentlich schlimmer sein können, als es in den vergangenen Tagen der Fall war.

Um die Bevölkerung, Gebäude, Kulturgüter, Gewerbegebiete, Weinberge und wichtige Einrichtungen der öffentlichen Vorsorge wie Kraftwerke und Kläranlagen vor Hochwasser schützen zu können, müssen umfangreiche Maßnahmen in Angriff genommen werden. Vieles wurde in der Vergangenheit bereits angegangen, doch müssen weitere Maßnahmen folgen.


Um einen Überblick über die gefährdeten Bereiche im Stadtgebiet Stuttgart und die erforderlichen Maßnahmen zu erhalten, bitten wir um einen Bericht im UTA zum Hochwasserrisikomanagement unter Berücksichtigung der folgenden Fragen:

1.    Welche Risiken bestehen für die Stadt Stuttgart bei extremen Hochwasserlagen?

2.    Welche Maßnahmen sind kurzfristig, mittelfristig und langfristig notwendig, um die Gefahren zu minimieren?

3.    Welche der vorhandenen Rückhaltebecken sind sanierungsbedürftig? Welche Kosten müssen hierfür im Haushalt 2014/2015 berücksichtigt werden? Warum wurden die Regenrückhaltebecken beim vergangenen Starkregen nicht geflutet? Müssen die Rückhaltebecken als Steinelager langfristig benützt werden? Ist es sinnvoll, Rückhaltebecken als Biotop zu benützen, da dadurch die Speicherkapazität bei Hochwasser verringert wird?

4.    Welche Maßnahmen müssen darüber hinaus im Haushalt 2014/2015 berücksichtigt werden?

5.    Gibt es Notfallpläne, um für den Extremfall vorbereitet zu sein, damit beispielsweise überflutete Wohnquartiere,  Kindertagesstätten, Pflegeheime oder andere wichtige Einrichtungen rechtzeitig evakuiert werden können?

6.    Gibt es noch außer dem Zweckverband Hochwasserschutz Körsch noch andere Verbände zum Schutz von Hochwasser?



Beate Bulle-Schmid            Fritz Currle            Philipp Hill



Helga Vetter                      Ulrich Endreß