Datum
22.02.2013
Antragsnummer
98/2013

Radwegenetz am Leuze Mineralbad komplettieren

Im April 2012 machte die CDU-Fraktion auf den unterbrochenen Radweg am Leuze Mineralbad aufmerksam und beantragte für diese Stelle die durchgängige Öffnung entlang des Neckars. Dieser Abschnitt der Radroute Mühlhausen – Wangen befindet sich auf dem Betriebsgelände des Leuze Mineralbades. Insbesondere die Nutzung als Aufenthaltsfläche für die Badegäste und die direkte Rettungszufahrt zu den angrenzenden Betriebsbereichen stünden einer öffentlichen Nutzung entgegen, hieß es in der Stellungnahme der Verwaltung.

Mit der Absicht, noch mal einen genauen sowie aktuellen Überblick von der dortigen Situation zu bekommen und nach Möglichkeit eine Auflösung der problematischen Wegebeziehung zu erreichen, hat die CDU-Fraktion unter Beteiligung der betroffenen Institutionen wie Bäderbetriebe, Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung sowie AdFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Stuttgart) eine Vor-Ort-Begehung durchgeführt.

Deutlich geworden ist dabei, dass es durchaus Lösungsmöglichkeiten gibt, die Radwegelücke zu schließen. Damit würde täglich hunderten von Radfahrern das Radschleppen über die Treppen am Leuze Mineralbad erspart bleiben oder die Versuchung des illegalen Befahrens der Stege als vermeintliche Alternative wegfallen. Vielmehr würde eine geradezu „natürliche“ Öffnung dieses schönen Radwegeabschnitts als direkter Verbindung des Gesamtradwegs ermöglicht. Der für den Radverkehr vorgesehene Teerweg wird ohnehin von den Badegästen kaum als Aufenthaltsort genutzt. Die Kosten für bestimmte Anpassungen wie einer Sicht- und Zugangsbarriere zum Leuze Mineralbad sowie einer evtl. Erhöhung der Mauer zum Fluss erscheinen überschaubar.


Deshalb sollen nachfolgende Schritte unternommen werden:

1.)    Die Stadtverwaltung prüft bei weiterer Hinzuziehung aller Beteiligten, insbesondere den städtischen Fachabteilungen, wie der Radweg „hinter“ dem Leuze Mineralbad als solcher für die Öffentlichkeit ausgewiesen werden kann.

2.)    Auch bei der Einrichtung des Radwegs bleibt die direkte Rettungszufahrt vollumfänglich erhalten, was die Einbeziehung der Brandschutzbehörde in die Gespräche selbstredend impliziert.

3.)    Der Ausbau des Radwegeabschnitts wird mit Nachdruck geprüft, genauso werden die Kosten der Maßnahme beziffert, so dass sie im Radwegeetat ausgewiesen und daraus bestritten werden würden.


Wir beantragen:

Die Verwaltung bezieht in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Wirtschaft und Wohnen Stellung zu den aufgeführten Punkten.



Alexander Kotz                 Joachim Rudolf        Beate Bulle-Schmid
Fraktionsvorsitzender



Philipp Hill                        Fritz Currle