Datum
12.04.2013
Antragsnummer
170/2013

Warum gibt es in Stuttgart so viele SUV, Geländewagen und Mountainbikes?

Warum fahren in Stuttgart immer mehr SUV (Sport Utility Vehicle), Geländewagen und Mountainbikes? Ganz einfach – die kommen mit den Stuttgarter Straßenverhältnissen noch zurecht.

Dieser Winter, aber auch die vorangegangenen, haben die Straßen und Gehwege in einen desolaten Zustand versetzt. Ihr schlechter baulicher Zustand behindert nicht nur die Fortbewegung, er kann auch Folgeschäden oder Unfälle verursachen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht bei der Stadtverwaltung oder den Fraktionen Meldungen und Beschwerden über massive Straßenschäden auflaufen. Alle Fraktionen haben über die Jahre hinweg immer wieder die verschiedenen Facetten dieses Themas aufgegriffen und Anträge gestellt. Man hat aber das Gefühl, es wird immer schlechter anstatt besser.

Geht es so weiter, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die alte Redewendung „Über Stock und Stein“ ihre Berechtigung im eigentliche Sinne zurückerhält, wenn man sich auf den Weg macht. Das ist sicher überspitzt ausgedrückt, doch für Mensch und Material wird es zunehmend strapaziös ob der Straßenverhältnisse.

Die Witterung nagt unerbittlich am zivilisierten Wegenetz, was zur Folge hat, dass sich die Kosten für den immer größer werdenden Reparaturstau nach oben schrauben. Also ist die Taktik des Wegsehens und dafür umso stärkeren Spürens auch unökonomisch.

Wir beantragen:

Die Verwaltung berichtet

1.    im Ausschuss für Umwelt und Technik (UTA) über die Straßenzustandanalyse - aufgegliedert nach Hauptverkehrsstraßen, Nebenstraßen, Radwegen und Gehwegen.

2.    bei welchen Wegearten welches Reparaturvolumen anfällt (in Prozent). Sind beispielsweise Brücken und Überwege in besonderem Maße von Schäden betroffen?

3.    welche Reparaturen, wo und in welchem finanziellen Umfang, noch in diesem Jahr geplant sind und welchen Zustand unsere Straßen, Fahrradwege und Gehwege nach diesen Reparaturen haben werden.

4.    Welche Mittel, in welcher Höhe kurz und mittelfristig notwendig sind, um das Straßen- und Wegenetz in einen guten Zustand zu versetzen.


                    
Philipp Hill                                          Alexander Kotz
                                                         Fraktionsvorsitzender


Beate Bulle-Schmid    Helga Vetter    Uli Endreß