Datum
10.04.2014
Antragsnummer
129/2014

Erhalt des Kulturdenkmals Trockenmauern in den Stuttgarter Weinbergen

Weinbauern, die sich seit Jahren um den Erhalt des Kulturdenkmals Trockenmauern kümmern, haben in einem Informationsgespräch ihre Situation dargelegt. Die aufwändige Restaurierung der zum Teil eingefallenen Trockenmauern sowie der Weinbau in Handarbeit und fast ohne Geräteeinsatz in den Steillagen lassen einen wirtschaftlichen Weinbau nicht zu. Die Folge ist, dass der Weinbau insbesondere in den Steillagen entlang des Neckars aufgegeben wird und damit ein seit Jahrhunderten landschaftsprägendes Kulturdenkmal allmählich verschwindet.

In den letzten Haushaltsplanberatungen hat der Gemeinderat der Stadt Stuttgart zur Rettung und Sanierung der Trockenmauern Gelder eingestellt. Engagierte und betroffene Wengerter haben ein Konzept als Diskussions- und Arbeitsgrundlage für die Sanierung der Mauerweinberge erarbeitet. Leider ist der Informations- und Gedankenaustausch mit der Verwaltung, wie mit dem Konzept umgegangen werden soll, wie es weiterentwickelt werden kann, nicht in Gang gekommen. Für die betroffenen Wengerter  hat eine gemeinsame Lösung, wie die Rettung der Mauerweinberge erfolgen soll, hohe Priorität.

Im Laufe des Gesprächs wurde auch deutlich, dass es einige rechtliche Probleme gibt, an deren konstruktiver Lösung die Verwaltung zur Zeit arbeitet.


Da unseren Fraktionen diese Form der Bürgerbeteiligung wichtig und unterstützenswert ist, beantragen wir:

Eine Klärung und Darstellung der möglichen EU-Förderprogramme.

In der nächsten Sitzung des Unterausschusses soll das von den Wengertern  erarbeitete Konzept vorgestellt und diskutiert werden.

Die Beantwortung der Frage, wie die im Haushalt eingestellten Gelder förderneutral für die Sanierung der Trockenmauern eingesetzt werden können.

Die eingestellten Gelder werden in einem transparenten und einvernehmlichen Verfahren für den Erhalt der Trockenmauern in den noch bewirtschafteten Steillagen eingesetzt.