Datum
18.02.2014
Antragsnummer
56/2014

Erhöhtes Sicherheitsrisiko im Wald?

Vor einigen Tagen war in der Presse (Stuttgarter Nachrichten) von der Verletzung einer Spaziergängerin durch einen herabstürzenden Ast im Rotwildpark zu lesen.

Dieser Gefahr setzt man sich aus, wenn man im Wald spazieren geht.

Laut Waldgesetz hat jede Person das Recht, den Wald zu betreten, jedoch auf eigene Verantwortung.

Ab dem 31.12.2014 soll der gesamte Stadtwald nach den Kriterien des „Forest Stewardship Council (FSC)“ bewirtschaftet werden, die Umweltfreundlichkeit und Naturnähe in den Mittelpunkt rücken. Gleichzeitig werden große, zusammenhängende Waldrefugien ganz aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen, können aber weiterhin begangen werden.

Das heißt: Die Begehung ist weiterhin möglich, obwohl sich das Risiko aber um ein Vielfaches erhöht.

Wir bitten deshalb die Verwaltung um Auskunft zu folgenden Punkten:

·    Unser Stadtwald hat eine bedeutende Erholungsfunktion – tragen die  Spaziergänger zukünftig ein größeres Verletzungsrisiko, wenn sie in den Wald gehen?

·    Werden für Spaziergänger, Radfahrer und Reiter für die Zukunft größere Waldflächen gesperrt?

·    An manchen Orten ist privater Waldbesitz zwischen den städtischen Waldflächen „eingestreut“ – sind die Arbeiter, die im privaten Wald ihre Arbeit verrichten, rechtlich geschützt oder sind sie genau so wenig versichert wie Spaziergänger?

Wir bitten um zeitnahe Beantwortung der Fragen.


        
Fritz Currle            Dr. Klaus Nopper        Jürgen Sauer
                                                                stv. Fraktionsvorsitzender