Datum
07.02.2014
Antragsnummer
39/2014

Flexibilität und Wahlfreiheit der Eltern bei der Betreuung an Grundschulen

Entwicklung des Betreuungsangebots auf der Grundlage transparenter, empirisch erhobener Daten und des tatsächlichen Bedarfs

Die Frage nach dem richtigen Umfang an Betreuungsangeboten an Grundschulen und Kitas besteht fort. Durch die neuen Regelungen des Landes gibt es gerade im Bereich der Ganztagesgrundschule nun mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Die CDU-Fraktion hält aber nichts davon, wenn an den Bedürfnissen der Eltern und Kindern gemäß dem Motto „wir wissen schon, was gut für euch ist“ vorbei geplant wird, indem für bestimmte Zeiten an bestimmten Tagen das Betreuungsangebot festgelegt wird, ohne die tatsächliche Nachfrage zu kennen. Die CDU-Fraktion legt vielmehr großen Wert darauf, dass die Elternbedarfe berücksichtigt werden und sich die Betreuungsangebote dementsprechend ausrichten.

´Flexibilität und Wahlfreiheit´ ist die Devise wonach die CDU die Betreuungsangebote einfordert – dies hat sie u.a. dargelegt in ihren Anträgen vom 31.1.2013, Nr. 51/2013 „Betreuungsangebote für Grundschulkinder – Wahlfreiheit bedeutet auch alternative Angebote“ und vom 18.3.2013, Nr. 137/2013 „Elternbedürfnisse respektieren  - Flexibilisierung bei den Ganztagesgrundschulen und Betreuungsangebot für Halbtagesschulen umsetzen und Bewährtes fortsetzen“ sowie in den Haushaltsanträgen vom 21.10.2013 mit den Nr. 488/2013 „Horte – ein Baustein in der Schulkindbetreuung“, 489/2013 “Flexibilität in der Schulkindbetreuung“ und 490/2013 „Außerschulische Bildung und Betreuung muss fortgesetzt werden – Wünsche von Eltern und Schule respektieren“.

Die CDU-Fraktion ist der Meinung, dass es seitens der Behörden in diesem Bereich keine vorgefertigten Vorgaben geben darf, dass vielmehr die Angebote an die Bedarfe der  Betroffenen, also der Eltern und deren Kinder, anzupassen sind.

Aus zahlreichen Gesprächen kennen wir folgende berechtigte Forderungen der Eltern:
-    Fortbestand der reinen Halbtages-Grundschule
-    Fortbestand der Halbtages-Grundschule mit optionalem und flexiblem Zusatzangebot der Nachmittagsbetreuung an einzelnen Wochentagen (wenn notwendig bis 17 Uhr)  
-    Gesichertes Mittagsessensangebot für alle Grundschulkinder
-    Ganztagesgrundschule mit zusätzlichen Betreuungsangeboten (wenn notwendig an bis zu 5 Wochentagen bis zu 17 Uhr)

Um aber diese Bedarfe im Sinne der Flexibilität und der Wahlfreiheit bei der Betreuung  ermitteln zu können und um eine Grundlage für die benötigten Betreuungsangebote zu entwickeln,


beantragen wir:      


1.)    Die Stadtverwaltung führt eine Umfrage nach den Betreuungsbedarfen bei den Eltern von Grundschulkindern und Kita-Kindern stadtweit und getrennt nach Grundschulbezirken durch;

2.)    Die Umfrageergebnisse werden schnellstmöglich öffentlich im Verwaltungsausschuss präsentiert;

3.)    Die empirischen Umfragedaten dienen als Grundlage für die Entwicklung einer bedarfsgerechten Palette an Betreuungsangeboten in der Stadt;

4.)    Weitere Entscheidungen zum Thema Betreuung und Ganztageselemente an unseren Grundschulen werden im Gemeinderat erst getroffen wenn die Ergebnisse der Umfrage und damit die berechtigten Bedarfe der Eltern vorliegen.

5.)    Mit der Präsentation der Ergebnisse der Umfrage stellt die Verwaltung auch dar, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um den Bedarf an Mittagessen für Grundschulkinder sicherzustellen.      

            
Alexander Kotz                 Iris Ripsam                       Jürgen Sauer
Fraktionsvorsitzender        stv. Fraktionsvorsitzende    stv. Fraktionsvorsitzender

        
Fred-Jürgen Stradinger      Beate Bulle-Schmid           Sabine Mezger
stv. Fraktionsvorsitzender