Datum
28.03.2014
Antragsnummer
118/2014

Hilfe für die Pop-Kultur und Clubszene in unserer Stadt

Mit der Schließung von Röhre, Rocker 33 und Zapata hat die Clubszene in Stuttgart in den vergangenen Jahren spürbar an Attraktivität verloren. Seither gibt es keine Spielorte mehr mit einer Kapazität für 600 bis 1.200 Zuschauer, beklagt der Leiter des Popbüros der Region Stuttgart, Peter James, der mit dem Aus für das Zapata vor einem Jahr die „Pop-Kultur in Stuttgart in Gefahr“ sah und in der Stuttgarter Zeitung am 1. März 2013 ernüchtert feststellte: “Für ganz kleine und ganz große Bands gibt es Auftrittsmöglichkeiten. Nur noch AC/DC auf dem Wasen bedeutet Stillstand. Der Mittelbau aber, der die neuen Trends bringt und damit wichtigen Input liefert, kommt mittlerweile nicht mehr nach Stuttgart.“

Auch unser Oberbürgermeister stellte im Zusammenhang mit der Schließung des Zapata am 6. März letzten Jahres in den Stuttgarter Nachrichten fest, dass es einen „Mangel an Spielorten“ unter anderem „für die Stuttgarter Musikszene“ gebe. In diesem Zusammenhang kündigte er damals Gespräche mit dem gleichnamigen Eigentümer des Wizemann-Areals in Bad Cannstatt an, über deren Ergebnisse wir bis heute nichts mehr gehört haben.

Da wir daran jedoch interessiert sind und darüber hinaus einen wirksamen Beitrag zur Stärkung der Pop-Kultur und Clubszene in unserer Stadt leisten wollen, beantragen wir:


1.    einen Bericht des Oberbürgermeisters, wie oft, mit welchen Zielen und mit welchen Ergebnissen er die vor einem Jahr angekündigten Gespräche geführt hat.

2.    eine Antwort des Oberbürgermeister auf die Frage, ob er über eine Gesamtstrategie zur Stärkung der Pop-Kultur und Clubszene in unserer Stadt verfügt oder daran zur Zeit arbeitet und wie diese aussehen könnte?

3.    dass die Stadtverwaltung der Pop-Kultur und Clubszene in Stuttgart so rasch es geht bei der Suche nach geeigneten Spiel- und Veranstaltungsorten hilft, indem sie die Möglichkeit von Konzerten

    a.)    in der künftig instandgesetzten und erweiterten Tangohalle der Wagenhallen in Stuttgart-Nord

und

    b.)    nach Vollendung von Stuttgart 21 in der dann frei werdenden heutigen Bahnhofshalle des Bonatzbaus am Hauptbahnhof

zusammen mit den Beteiligten vor Ort prüft und dabei Wege aufzeigt, wann und wie dieses Ziel dort jeweils erreicht werden kann.

                
Jürgen Sauer                     Fabian Mayer    Sabine Mezger
stv. Fraktionsvorsitzender


Beate Bulle-Schmid