Datum
02.10.2014
Antragsnummer
269/2014

Kleindenkmale als wertvolle Kulturgüter unter Einbezug der Bezirksbeiräte erhalten

Seit 2006 läuft unter der Federführung des Landesdenkmalamtes eine landesweite Inventarisierung von Kleindenkmalen.

Kleindenkmale tragen in nicht unerheblicher Weise dazu bei, den Charakter einer Landschaft zu prägen. Sühnekreuze, Brunnen, Gedenksteine, Wengerterunterstände und Ähnliches sind über Jahrhunderte hinweg entstanden und für viele Gegenden charakteristisch. Gerade Wengerterunterstände sind in den Weinanbaugebieten des Neckartals – und so auch in Stuttgart – Teil des Erscheinungsbildes. Viele Wander- und Spazierwege sind auch deswegen so attraktiv, weil Kleindenkmale ihnen einen besonderen Reiz verleihen. Leider bekommen solche Kleindenkmale nicht immer die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Allzu viele sind beschädigt oder zerstört.

Deshalb ist die Inventarisierung durch das Landesdenkmalamt unterstützenswert. Sie ist unseres Wissens nach in Stuttgart noch nicht abgeschlossen. Wir regen deswegen an, die besondere Ortskenntnis der Stuttgarter Bezirksbeiräte zu nutzen und in das Verfahren einzubeziehen. Die Bezirksbeiräte sind örtlich vernetzt und kennen sozusagen jeden Stein in ihrem Bezirk. Sie könnten einen unschätzbaren Beitrag dazu leisten.

Darüber hinaus vertreten wir die Auffassung, dass die Stadt Stuttgart für den Erhalt und die Pflege von solchen Kleindenkmalen Verantwortung trägt und beantragen deshalb:

Die Stadtverwaltung legt ein Erhaltungsprogramm für Kleindenkmale auf, um den Verlust wertvollen Kulturgutes zu vermeiden.

Das Programm zur Verfolgung der o.g. Zielsetzungen stellt die Verwaltung dem Gemeinderat sowie in den Bezirksbeiräten – die die Möglichkeit der aktiven Beteiligung erhalten sollen – vor.

            
Philipp Hill                               Beate Bulle-Schmid            Jürgen Sauer
stv. Fraktionsvorsitzender        stv. Fraktionsvorsitzende