Datum
12.09.2014
Antragsnummer
236/2014

Neue Stadtbahnlinie für besseren ÖPNV-Anschluss von Universität Hohenheim und Killesberg

Die Studierendenzahlen an der Universität Hohenheim erreichen Jahr für Jahr neue Höchstmarken. Während zum Wintersemester 2008/2009 noch 7.158 Studentinnen und Studenten dort eingeschrieben waren, stieg deren Zahl zum Wintersemester 2012/2013 um über 34 Prozent auf insgesamt 9.628 Studierende.

Das ÖPNV-Angebot konnte mit dieser Entwicklung nicht mithalten. Durch die Stadtbahnlinie U3 und mehrere zum Teil überörtliche Buslinien ist der Universitätsstandort nur unzureichend angebunden, es gibt keine direkte, zeitsparende Verbindung in die Stuttgarter Innenstadt und zum Hauptbahnhof. Stattdessen muss man mit der U3 nach Möhringen oder der Buslinie 70 zur Haltestelle „Ruhbank“ fahren, bevor das Ziel dann erst von dort auf direktem Weg erreicht werden kann.

Außerdem hat der ÖPNV von und nach Hohenheim angesichts der gestiegenen Studierendenzahlen heute schon seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Besonders deutlich wird das bei der Linie 70, deren Gelenkbusse trotz eines 10-Minuten-Taktes oft überfüllt sind.

Zur Lösung dieser Probleme halten wir es für sinnvoll, dass in Zukunft eine neue Stadtbahnlinie den dortigen Uni-Campus und die Stuttgarter Innenstadt umsteigefrei verbindet. Dazu bedarf es einer Ergänzung des bestehenden Streckennetzes der Stadtbahn, deren Trasse unseres Wissens nach bereits planerisch freigehalten wurde. Dabei geht es um eine Gleisverbindung zwischen den Haltestellen „Sigmaringer Straße“ und „Riedsee“ im Osten von Möhringen, die eine durchgehende Stadtbahnlinie zwischen Plieningen und der Stuttgarter Innenstadt möglich machen würde.

Wenn diese zusätzliche Stadtbahnlinie ihren nördlichen Endpunkt an der Haltestelle „Killesberg“ hätte und „auf Lücke“ mit der U5 verkehren würde, ergäbe sich ein zusätzlicher Nutzen: Durch Überlagerung der beiden Stadtbahnlinien wäre dann am Killesberg wieder ein 10-Minuten-Takt möglich, der seit Führung der U12 zum Hallschlag nicht mehr angeboten und von den Bürgerinnen und Bürgern dort sehr vermisst wird.

Deshalb beantragen wir,

die Stadtverwaltung bzw. die SSB AG zu beauftragen, möglichst rasch darzustellen,

1.)    welcher Aufwand die Umsetzung dieses Vorschlages in planerischer, baulicher, organisatorischer, finanzieller und zeitlicher Hinsicht bedeuten würde,

2.)    ob sich dieser Aufwand angesichts der aktuellen und prognostizierten Nutzerzahlen für die SSB aus betriebswirtschaftlicher Sicht lohnen würde.
                

Alexander Kotz                Jürgen Sauer    Dr. Klaus Nopper
Fraktionsvorsitzender
    

Dr. Carl-Christian Vetter