Datum
18.03.2015
Antragsnummer
91/2015

Abkehr von beschlossener Begleitmaßnahme zum Rosensteintunnel?

Neue Strategie der Stadtverwaltung zur Verkehrsbündelung bzw. Auffächerung?

Im Zusammenhang mit dem Baubeschluss des Rosensteintunnels wurden zusätzliche Straßen-Begleitmaßnahmen beschlossen. Diese sollen den positiven Effekt des neuen Tunnels noch verstärken, indem sie – wie z.B. beim sogenannten Durchstich der Werderstraße – bisherigen Durchgangsverkehr durch Wohngebiete verringern und diesen auf Hauptverkehrsachsen bündeln. So soll durch den Anschluss der Werderstraße an die Cannstatter Straße die Neckarstraße und der Stöckach von Verkehr, Abgas und Lärm entlastet und dieser Verkehr auf die Bundesstraße umgeleitet werden. Vor dem Hintergrund, dass in der Neckarstraße und am Stöckach viele Bürgerinnen und Bürger wohnen und an der Cannstatter Straße kaum jemand, eine logische Planung.

Der Presse haben wir entnommen, dass das Regierungspräsidium mit Bürgermeister Hahn gemeinsam diese Maßnahme nun nicht umsetzen will. Entgegen der bisherigen Planung soll der Verkehr nun nicht mehr auf der Bundesstraße gebündelt werden, so dass an der dortigen Meßstelle am Neckartor bessere Feinstaubwerte erreicht werden können. Stattdessen soll der Verkehr weiter wie bisher unter den Fenstern der Anwohner an der Neckarstraße, am Stöckach und z.B. auch direkt vor der Türe am Zeppelin-Gymnasium vorbeigeführt werden. Auch eine erhoffte Attraktivitätssteigerung für die Nutzer des Radwegs entlang der Neckarstraße durch weniger Autoverkehr direkt daneben wäre damit vom Tisch.

Wir fragen uns, ob es die neue Strategie der Verkehrsplanung in Stuttgart ist, den Verkehr möglichst von Hauptverkehrsachsen mit Feinstaubmeßstellen wie Cannstatter Straße oder Hohenheimer Straße in Neben- und Wohnstraßen aufzufächern?

Wir als CDU wollen in erster Linie die Anwohner vor Verkehr, Abgasen und Lärm schützen und nicht die Meßstellen!

Daher beantragen wir:

1.)    Die geplante Begleitmaßnahme „Durchstich Werderstraße“ wird weitergeplant und umgesetzt.

2.)    Die Stadtverwaltung berichtet im Ausschuss für Umwelt und Technik, ob sich an ihrer bisheriger Strategie der Verkehrsbündelung etwas geändert hat.

3.)    Weiter berichtet die Stadtverwaltung, ob es weitere, ähnlich gelagerte aktuelle Fälle gibt, wie der an der Werderstraße.


                
Alexander Kotz            Dr. Cornelius Kübler        Philipp Hill
Fraktionsvorsitzender                                       stv. Fraktionsvorsitzender