Datum
13.03.2015
Antragsnummer
84/2015

Interkommunales Gewerbegebiet jetzt wiederbeleben

Begrenztes Angebot, hohe Nachfrage und explodierende Preise: Die Situation auf dem Stuttgarter Immobilienmarkt ist und bleibt angespannt. Zahlreiche namhafte Unternehmen haben in den vergangenen Jahren aufgrund fehlender Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der städtischen Gemarkung Stuttgart den Rücken gekehrt und sich in die preislich attraktivere Region verabschiedet. Nicht zuletzt wegen drohender Rückgänge des Gewerbesteueraufkommens war der Aufschrei jeweils groß und die Suche nach politischen Lösungen und Konzepten erfolgte reflexartig.

Eines der so geborenen Krisenbewältigungsinstrumente ist der unlängst gegründete Unterausschuss „Entwicklungskonzeption Wirtschaftsflächen für Stuttgart“. Ein nach Auffassung der CDU-Fraktion richtiger Schritt, die Befassung mit diesem Thema in einem eigenen Unterausschuss ist aufgrund der Dringlichkeit und Bedeutung des Themas nachdrücklich geboten.

Aus den Augen gelassen wurde jedoch ein Projekt, das angesichts des unstreitigen Flächenbedarf eine neue, vertiefte Betrachtung verdient: Das interkommunale Gewerbegebiet zwischen Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen. Von beiden Kommunen einst als vielversprechende Perspektive bewertet, ist es nach vagen Absichtserklärungen und kleinteiliger Kommunikation still um dieses Zukunftsprojekt geworden. Dabei müsste das interkommunale Gewerbegebiet angesichts des Flächenproblems der Kommune eigentlich aktueller und gefragter sein denn je. Es verspricht ein enormes (Flächen-)Entwicklungspotenzial und optimale Anbindung an Autobahn, Flughafen und künftig auch Bahn.

Die CDU-Fraktion regt daher an, beim Thema interkommunales Gewerbegebiet über den Kesselrand zu schauen und beantragt,

in einer der nächsten Sitzungen des Wirtschaftsausschusses über

-    den Stand der Planungen zum interkommunalen Gewerbegebiet,
-    die diesbezügliche Kommunikation mit der Gemeinde Leinfelden-Echterdingen,
-    die Einschätzung der Verwaltung zur Machbarkeit
-    denkbare Varianten zur bisherigen Planung (Entwicklung eines Teilgebiets)

 zu berichten.

                
Dr. Fabian Mayer              Joachim Rudolf     Alexander Kotz
                                                               Fraktionsvorsitzender

        
Esther Fingerle                 Nicole Porsch     Jürgen Sauer

    
Dr. Carl-Christian Vetter    Fritz Currle