Datum
13.03.2015
Antragsnummer
83/2015

Jobticket im VVS - Erfolg muss sich lohnen!

Für ein attraktiveres und effektiveres Jobticket

Beim Jobticket für seine Beschäftigten muss ein Arbeitgeber derzeit mindestens zehn Euro als Zuschuss bezahlen, um vom VVS zusätzlich fünf Prozent als Rabatt zu erhalten. Bei einer Erhöhung dieses Zuschusses beispielsweise auf eine Höhe von durchschnittlich 28 Euro, wie es die Stadt Stuttgart seit dem vergangenen Jahr praktiziert, gibt es eine deutlich höhere Anreizwirkung zum Umstieg auf den ÖPNV und damit auch deutlich höhere Neukundengewinne und deutlich höhere Erlöse bei den Verkehrsunternehmen als beim Mindestzuschuss. Knapp 85 Prozent mehr Jobticketabonnements bei den Beschäftigten der Stadt Stuttgart im letzten Jahr belegen dies eindrucksvoll. Diese zusätzlichen Neukundengewinne werden aber im Rabattsystem des VVS bisher noch nicht honoriert. Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer profitieren von einem höheren Jobticketzuschuss eines Unternehmens.

Wir finden, das muss sich ändern, auch weil durch ein stärkeres Entgegenkommen des VVS bei der Rabattierung der Hebeleffekt dieses Anreizes zum Umstieg auf den ÖPNV vergrößert würde. Mehr Unternehmen würden ein Jobticket anbieten und die Bereitschaft würde steigen, höhere Zuschüsse als den Mindestzuschuss zu gewähren. Verkehr, Umwelt und die ÖPNV-Unternehmen würden von einem solchen attraktiveren Rabattsystem profitieren.

Wir beantragen deshalb:

SSB und VVS erarbeiten neue Konditionen für das Jobticket, bei denen die Rabattierung in einem Stufenmodell an die Zuschusshöhe gekoppelt wird. Beispielsweise könnte die Rabattierung durch den VVS - wie heute - bei einem Mindestzuschuss durch den Arbeitgeber von 10 Euro mit 10 Prozent beginnen und dann in 5-Euro-Zuschussstufen um jeweils 2 Prozentpunkte gesteigert werden.

                        
Alexander Kotz                             Anna Deparnay-Grunenberg
Fraktionsvorsitzender                    Fraktionsvorsitzende
CDU-Fraktion                                Bündnis 90/Die Grünen

                        
Jürgen Sauer                               Jochen Stopper
CDU-Fraktion                               Bündnis 90/Die Grünen