Datum
12.05.2015
Antragsnummer
157/2015

Nutzungskonzept Max-Eyth-See

Der Max-Eyth-See dient vielen Menschen als Erholungsgebiet. Wegen der großen Besuchermengen sind jedoch in den letzten Jahren vermehrt Probleme entstanden zwischen den verschiedenen Nutzern, insbesondere zwischen den Fußgängern und Radfahrern. Regelmäßig kommt es zum Streit besonders zwischen Eltern spielender, auf den Wegen herumlaufender Kinder, Spaziergängern und Radfahrern. Die Anzahl an Spaziergängern am See ist besonders bei schönem Wetter an den Wochenenden so dicht, dass nicht ausreichend Platz zusätzlich für den Radverkehr besteht. Die unausbleiblichen Konflikte und Gefahren für Leib und Leben der Schwächeren passen nicht in ein Erholungsgebiet und zur „kinderfreundlichen Stadt“ und sind nicht länger zu ertragen.

Das sich zuspitzende Problem am Max-Eyth-See kann ohne große Kosten für alle Nutzer friedlich gelöst werden. Dazu werden die Radfahrer konsequent auf die autofreie Austraße unter den Weinbergen entlang am linken Neckarufer umgelenkt. Sie ist Teil der zur Hauptfahrradroute erklärten linken Neckarseite mit den durchgehend neu ausgebauten Radwegen ab Rosensteinbrücke bis zum See.

Den Radfahrern wird so überhaupt nichts genommen, im Gegenteil, sie fahren sicherer auf der landschaftlich schöneren Strecke. Wer zum See will, überquert den Fluss über die schöne Hängebrücke und „verteilt sich“ dann auf dem weiten Freigelände. Wer weiter Richtung Mühlhausen, Aldingen oder Marbach möchte, fährt auf der breiten, autofreien Austraße am Fluss entlang  bis Mühlhausen. Wer weiter am linken Ufer in Richtung Aldingen/Marbach bleiben will, überquert dort am Ortseingang bei der Stadtbahn-Haltestelle „Auwiesen“ an der Ampel kurz die Straße und ist schon auf dem Damm zur ungehinderten Weiterfahrt. Wer das rechte Ufer bevorzugt, kann dies über den neuen Vier-Burgen-Steg erreichen. Eine andere Lösung wäre, schon bei den „Auwiesen“ über die Hofener Brücke zu fahren und dann unter dieser in den Radweg auf dem Damm in Richtung Max-Eyth-See (insbesondere zu der dortigen Gastronomie) oder Richtung Sportplatz Hofen, Aldingen und Marbach einzufädeln.

Diese dringend gebotene Entzerrung des Freizeitverkehrs am Max-Eyth-See ist geeignet, den Erholungsfrieden zwischen Familien,  Spaziergängern und den Radfahrern herzustellen.

Stuttgarts vielbesuchtes Naherholungsgebiet am Max-Eyth-See braucht dringend ein verbessertes Nutzungskonzept. Fußgänger und Radfahrer kommen sich inzwischen auf den Wegen rund um den See so in die Quere, dass für beide der Freizeitwert erheblich eingeschränkt ist. Insbesondere Kinder und Rollstuhlfahrer sind an schönen Tagen im Gedränge in Gefahr.


Wir beantragen:

Die Stadt erstellt ein Konzept, das möglichst allen Freizeitsuchenden gerecht wird. Zur Lösung des Problems soll die durch Hängebrücke und Hofener Brücke mit dem See verbundene autofreie Austraße unter den Mühlhäuser Weinbergen in das Konzept eingebunden werden.
Dabei sollen die Wege am See, wie teilweise bereits jetzt, samstags sowie an Sonn- und Feiertagen vollständig den Fußgängern vorbehalten sein


            
Thomas Fuhrmann    Beate Bulle-Schmid                  Fritz Currle
                                 stv. Fraktionsvorsitzende



Dr. Cornelius Kübler