Datum
24.07.2015
Antragsnummer
265/2015

Verordnungen bedrohen das Ehrenamt in Waldheimen

Immer mehr Verordnungen wie beispielsweise zu Hygiene, Deklarationen von Inhaltsstoffen bei angebotenen Speisen und Sicherheitsvorschriften machen es den ehrenamtlichen Helfern in Waldheimen immer schwerer, wie kürzlich in der Stuttgarter Presse zu lesen war. Es lastet nicht nur eine riesige Aufgabe bei der Erfüllung der Vorschriften auf deren Schultern, sondern die aufgebürdete Verantwortung ist inzwischen so hoch, dass dies alles nicht mehr mit dem Ehrenamt vereinbar ist.
Die Folge ist, dass ehrenamtliche Waldheimhelfer nicht mehr tätig sein können, sondern nur noch als Angestellte. Dies bedeutet einen enormen Verwaltungsaufwand für die Anbieter von Waldheimen und einen riesigen Kostenaufwand, da bei Angestellten der Mindestlohn von 8,50 € bezahlt werden muss, also 510 € pro Monat, statt der bisherigen Aufwandsentschädigung für die Ehrenamtliche von 250 € pro Monat.
Uns ist daran gelegen, dass Waldheime auch weiterhin von ehrenamtlichen Helfern bestritten werden können. Die freiwilligen Bürgerinnen und Bürger, die gerne ihre Zeit und Arbeitskraft ehrenamtlich in die Wahlheime einbringen, sollen dies auch weiterhin tun können. Unser Ziel ist es, nicht durch mehr Reglementierungen das Ehrenamt zu behindern, sondern durch pragmatische Lösungen das Ehrenamt zu fördern.
Deshalb fragen wir die Verwaltung:

1.    Wie viele Ehrenamtliche sind in Stuttgarter Waldheimen von der neuen Regelung der Deklaration von Inhaltsstoffen und anderen Regelungen betroffen und wie viele Ehrenamtliche müssen durch Angestellte ersetzt werden?
2.    Welche Lösungsmöglichkeiten sieht die Verwaltung, damit die nunmehr hundert Jahre alte Tradition der Waldheime weiterhin durch ehrenamtliches Engagement sichergestellt werden kann?

    
Beate Bulle-Schmid                     Dr. Markus Reiners    
stv. Fraktionsvorsitzende

    
Jürgen Sauer                              Fred-Jürgen Stradinger