Datum
23.10.2015
Antragsnummer
978/2015

Weiterentwicklung des Standorts Steinenbergschule

Die schulische Bedarfssituation im Rahmen der Schulentwicklung wurde in der Drucksache 755/2015 sowie in der Stellungnahme zum Antrag 343/2015 klar herausgearbeitet und dargestellt.
Es gibt de facto einen Fehlbedarf von etwa 60 bis 70 Schülerplätzen im Gebiet Oberer Neckar im Bereich der Gymnasien. Das Wirtemberg-Gymnasium hatte 190 Wunsch-Anmeldungen fürs Schuljahr 2015/16. Aufnehmen kann es pro Jahr aber eigentlich nur rund 120 Schülerinnen und Schüler. Um den Bedarf bei den 70 "Mehr-Schülern" zumindest etwas abzumildern, durfte es einmalig eine "Wanderklasse" mit 25 Schülerinnen und Schülern einrichten. Damit mussten 45 Schülerinnen und Schüler anderweitig unterkommen.
Für eine Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2015/16 haben sich lediglich neun Schülerinnen und Schüler entschieden. Die Gemeinschaftsschule muss aber mindestens zweizügig sein und eine langfristige Mindestschülerzahl von 40 in den Eingangsklassen im Rahmen der Antragstellung nachweisen. Das bedeutet, selbst wenn im Gemeinderat eine Mehrheit für eine Gemeinschaftsschule wäre, würde es nicht dazu kommen, da das Land diesen Antrag aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen ablehnen müsste.
Die erfolgreiche Steinenberggrundschule bleibt erhalten.
Wir sehen die Chance, die frei werdenden Räumlichkeiten der Werkrealschule am Standort der Steinenbergschule sukzessive für das aufzubauende Gymnasium zu nutzen.
Wir  beantragen,
1.)    aufgrund der nachgewiesenen Defizite bei Schülerplätzen im Gymnasialbereich im Gebiet Oberer Neckar, ein Gymnasium einzurichten;

2.)    die Verwaltung gibt Auskunft darüber, was mit den Schülerinnen und Schülern geschieht, die aufs Gymnasium gehen wollen bzw. sollen, sollte das Gymnasium nicht kommen.

            
Fred-Jürgen Stradinger          Nicole Porsch    Iris Ripsam


Beate Bulle-Schmid
stv. Fraktionsvorsitzende