Datum
25.02.2016
Antragsnummer
57/2016

Einwegbesteck für Flüchtlinge in Turnhallen

- ist das sinnvoll?

Aufgrund des enorm großen Zustroms von Flüchtlingen musste zwischenzeitlich doch auf Turnhallen zum Zwecke der Unterbringung zurückgegriffen werden. Die dadurch entstehenden Einschnitte für den Schulbetrieb und den Vereinssport sind bekannt.

Ein bisher aber weniger mit der Belegung von Turn- und Versammlungshallen thematisierter Aspekt betrifft die Abwicklung der Essensversorgung. Offenbar wird in diesen Notunterkünften für jede Mahlzeit Einwegbesteck ausgegeben. Diese Handhabung erzeugt sicherlich nicht unerhebliche Kosten, ganz abgesehen von der damit einhergehenden Müllproduktion und Umweltbelastung.

Vor diesem Hintergrund müsste der Ausgabe eines kompletten Essgeschirrs an jeden Flüchtling Vorrang gegeben werden. Für die Aufbewahrung und Reinigung wäre der Einzelne verantwortlich. Ein durchaus positiver Ansatz also, um nicht der Wegwerfmentalität und der damit verbundenen Umweltverschmutzung Vorschub zu leisten.

Wir fragen deshalb:

1.)    Sind die Voraussetzungen wie Spülmaschinen oder Becken für das Spülen des Geschirrs vollumfänglich gegeben und wo nicht, könnten sie geschaffen bzw. verbessert werden?

2.)    Hat die Verwaltung die Kosten für Einweggeschirr für jede Mahlzeit für hunderte von Flüchtlingen in den Turnhallen den Kosten für wiederverwendbares Geschirr und Besteck gegenübergestellt?

3.)    Wie gewichtet die Verwaltung den Aspekt der Umweltschonung bzw. Müllvermeidung generell, aber auch konkret im Umfeld der belegten Turnhallen, indem wiederverwendbares Besteck/Geschirr ausgegeben werden würde?

4.)    Ist ein eigenes Besteck-Set nicht auch im Hinblick auf die Hygieneeinhaltung sinnvoll, da jeder eigenverantwortlich ist?

                
Dr. Cornelius Kübler               Thomas Fuhrmann        Dr. Markus Reiners


Beate Bulle-Schmid
stv. Fraktionsvorsitzende