Datum
22.01.2016
Antragsnummer
8/2016

Krippenplätze - es fehlt der Überblick

Die Stuttgarter Zeitung (13. Jan. 2016) hat ausführlich darüber berichtet – trotz Rechtsanspruch fehlen Betreuungsplätze und oft ist der richtige Überblick über die vorhandenen Plätze in Stuttgart das Problem.

Zweifellos tut die Stadt viel, um die Zahl der Krippenplätze zu erhöhen beziehungsweise den Fehlbestand abzubauen und den seit 1. August 2013 bestehenden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz sukzessive vollumfänglich erfüllen zu können. Doch es wäre mitunter für die rasche und zielgerichtete Suche hilfreich, wenn sich die betroffene Familie einen kompletten Überblick über die zur Verfügung stehenden freien Plätze machen könnte. Ein zentrales Erfassungs- und Verteilungssystem ist hierfür jedoch Voraussetzung. Auch die Erzieher/innen, die schon genug mit Dokumentationen und anderen  administrativen Arbeiten belastet sind (Zeit, die sie nicht mit den  Kindern verbringen können), würden durch ein solches zentrales Erfassung- und Vergabesystem entlastet.

Dieses System muss praktischerweise über eine Online-Plattform funktionieren. Bisher allerdings wurde die Einrichtung eines solchen Portals seitens der Stadtverwaltung nicht wirklich weiterverfolgt, auch mit dem Hinweis, dass keine deutsche Großstadt eine solche zentrale Platzvergabe hat.

Fakt ist, dass Frankfurt am Main zwischenzeitlich über ein solches Online-Portal mit dem Namen „kindernetfrankfurt“ verfügt – 46.500 Betreuungsplätze sind hier abrufbar.


Unter der Maßgabe, die Erfassung und Vergabe von freien Krippenplätzen im Sinne der Eltern effizienter zu gestalten, beantragen wir:

1.)    Die Stadt- bzw. Fachverwaltung informiert sich über die bisher gemachten Erfahrungen in Frankfurt am Main und über die praktische Funktionsweise des Online-Portals zur Kinderbetreuung und berichtet dem Gemeinderat.

2.)    Die Verwaltung berichtet weiter, warum in Stuttgart als ähnlich großer Stadt eine solches zentrales Erfassungs- und Vergabesystem bisher nicht zur Anwendung kommen konnte.

3.)    Desweiteren wird dem Gemeinderat dargelegt, wie in naher Zukunft die Suche nach einem geeigneten Krippenplatz für die Eltern verbessert, im Sinne von schneller zielführend gestaltet werden kann. Zudem wird die weiter zu verfolgende Handhabung in mittel- und langfristiger Perspektive aufgezeigt.


Nicole Porsch                  Alexander Kotz
                                    Fraktionsvorsitzender


Iris Ripsam                     Dr. Klaus Nopper