Datum
16.09.2016
Antragsnummer
278/2016

Mehr Taubenschläge -

- wie geschieht die konkrete Umsetzung?

Dass die Taubenpopulation in der Stadt zu groß ist, ist unstrittig. Aufgabe ist es deshalb, unter Wahrung des Tierschutzes den Bestand zu regulieren und so den von den Stadttauben verursachten Schmutz und die davon ausgehenden gesundheitlichen Gefahren für die Menschen einzudämmen. Betreute Taubenschläge stellen hierbei erwiesenermaßen ein gutes Konzept dar.

Deshalb wohl möchte die Stadt gemeinsam mit der City-Initiative Stuttgart weitere Taubenschläge errichten (so erfährt man im Immobilienbrief Stuttgart, Ausgabe 199). Wer einen möglichen Standort hat, kann dies der Stadt melden.

Die Stadt übernimmt die Kosten für den Bau und den Betrieb des Taubenschlags. Auffallend bei dem Aufruf ist allerdings, dass sie keine Nutzungsentschädigung für den Gebäudeeigentümer leistet.

Freiwilliges Engagement ist in unserer Stadtgesellschaft sicherlich gern gesehen und ohne dieses würde Vieles auf der Strecke bleiben. Aber sein Eigentum bzw. seine Immobilie für einen Taubenschlag ohne ein gewisses Nutzungsentgelt zur Verfügung zu stellen, übersteigt dann doch das Maß an Altruismus, das man auch bei Gebäudeeigentümern vielleicht erwarten darf.

Wir fragen deshalb:

1.)    Warum bezahlt die Stadt dem Eigentümer, insbesondere im Privatbereich, nicht ein Nutzungsentgelt, wenn dieser Raum zur Aufstellung eines Taubenschlags zum Wohle der Allgemeinheit zur Verfügung stellt?

2.)    Ist es überhaupt realistisch anzunehmen, dass Gebäudeeigentümer ihr Objekt für die Aufstellung von Taubenschlägen anbieten, wenn dafür nicht einmal eine Nutzungsentschädigung bzw. eine Mietzahlung erfolgt?
            

Alexander Kotz                 Beate Bulle-Schmid              Jürgen Sauer
Fraktionsvorsitzender        stv. Fraktionsvorsitzende