Datum
05.04.2016
Antragsnummer
108/2016

Schülerhäuser für Halbtagsschulen öffnen

Die Schülerhäuser als Betreuungsform mit einheitlichen Standards sind ein Erfolgsmodell in Stuttgart. Als verbindliche Vorstufe zur Ganztagsschule werden sie seit dem Schuljahr 2012/2013 eingerichtet. Das Schülerhaus stellt eine Zwischenlösung dar bis zum dem Zeitpunkt, wo die Grundschule zu einer echten Ganztagsschule umgestaltet ist.

Doch nicht jede Schule möchte – durchaus aus nachvollziehbaren und guten Gründen –

Ganztagesschule werden. Dennoch besteht auch an solchen Schulen Nachfrage nach Nachmittagsbetreuung. Dieser Bedarf setzt sich an weiterführenden Schulen fort, gerade für etwa zehn- bis 13-jährige.

Aufgrund dieses Bedarfs an Nachmittagsbetreuung ist das Konzept des Schülerhauses weiterzuentwickeln. Es geht um eine Öffnung der Schülerhäuser für Kinder in Halbtagsschulen. Dies ist idealerweise umsetzbar, indem die Schule mit der jeweils vorhandenen Infrastruktur an Bildungs- und Betreuungseinrichtungen Kooperationen eingeht. Ein Beispiel für eine solche infrage kommende kooperative Institution ist die Jugendhausgesellschaft, die eventuell ein spezifisches Betreuungsmodul von 12:00 Uhr an anbieten könnte. Es gibt weitere grundsätzlich infrage kommende Möglichkeiten der Betreuung im Umkreis der jeweiligen Schule, die zu prüfen sind.

1.)   Wir fragen die Verwaltung, welche Überlegungen zur Deckung der Nachfrage an Betreuungsplätzen

a)    für Halbtagsgrundschulen weiterverfolgt werden;

b)    für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Halbtagsschulen zur Diskussion stehen?

2.)   Wir beantragen Berichterstattung über die nachfrageorientierte Weiterentwicklung des durchaus erfolgreichen Stuttgarter Schülerhaus-Modells im Jugendhilfeausschuss am 11.04.2016.

 

Iris Ripsam                 Nicole Porsch             Dr. Klaus Nopper