Datum
19.05.2017
Antragsnummer
153/2017

Das eine tun und das andere nicht lassen - Planungssicherheit und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für unsere Volkshochschule und das Kolping-Bildungswerk statt weiter Bachflächen in der Elwertstraße

Wie hinlänglich bekannt ist, haben sowohl die Volkshochschule Stuttgart (VHS) als auch das Kolping Bildungswerk in den nächsten Jahren erheblichen Raumbedarf. In der Gemeinderatsdrucksache 545/2016 hat die Stadtverwaltung ein Gutachterverfahren ausgelobt, das die Entwicklungsmöglichkeiten der Flurstücke Elwertstraße 6 und 8 als Bildungsstandort für das Kolping Bildungswerk vorsieht.


Der Gemeinderat hat die Entscheidung dieser Vorlage solange zurückgestellt, bis der Antrag 280/2016 (Entwicklung Elwertstraße) beantwortet ist. Aus der Beantwortung am 27.4.2016 ergibt sich nun, dass die Stadtverwaltung über die derzeit vorhandenen und geplanten Einrichtungen des Kulturamts keinen erweiterten Raumbedarf sieht, sie verweist aber in der Beantwortung darauf, dass der Standort Elwertstraße für die Volkshochschule durchaus auch in Frage kommen könnte. In der Beantwortung heißt es wörtlich: „Inwiefern der Standort Elwertstraße…. unter baulichen, stadtplanerischen und finanziellen Gesichtspunkten tatsächlich für die VHS in Betracht kommt, müsste im weiteren Verlauf der Planungen geklärt werden.“


Insgesamt ist gemäß gültigem Bebauungsplan mittelfristig die Realisierung einer Bebauung  mit ca. 10.700 m² Fläche möglich.  Auf der Freifläche Elwertstraße 8 könnten in einer ersten Stufe kurzfristig. 8.000 m² Geschossfläche realisiert werden. Die bestehende Kita-Nutzung würde davon nicht tangiert.


Es stehen somit ausreichend Flächen zur Verfügung, die sowohl den berechtigten Interessen der Volkshochschule als auch den dringenden Interessen des Kolping-Bildungswerks gerecht werden können.
Es wäre eine große Chance, den  Standort für beide Bildungsträger gemeinsam zu entwickeln und damit einen attraktiven Bildungscampus für Bad Cannstatt an der Elwertstraße zeitnah zu realisieren.

Wir beantragen daher:


1.    In das Gutachterfahren entsprechend der Vorlage 545/2016 werden die Bedarfe (Fläche, Raumprogramm etc.) der Volkshochschule Stuttgart zusätzlich eingearbeitet, so dass der Gemeinderat eine fundierte Entscheidungsgrundlage hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen für die Weiterentwicklung der VHS erhält


2.    Die VHS entsendet einen Vertreter in das Preisgericht für das Gutachterverfahren.


3.    Das Gutachterverfahren wird durchgeführt.
        
Alexander Kotz    Beate Bulle-Schmid    Philipp Hill
Fraktionsvorsitzender    stv. Fraktionsvorsitzende    stv. Fraktionsvorsitzender
        
Jürgen Sauer    Fred-Jürgen Stradinger