Datum
26.10.2018
Antragsnummer
335/2018

Gleiche Arbeitsmarktchancen für Alle!

Der Übergang junger Menschen mit einer Behinderung von der Schule in den Beruf beschäftigt in Stuttgart viele betroffene Familien. Tatsächlich haben sich in den vergangenen Jahren in diesem Bereich spürbare Fortschritte durch die engagierte Arbeit der Integrationsämter ergeben, sodass inzwischen mehr junge Menschen mit einer Behinderung den Sprung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen.
Dennoch befinden wir uns immer noch in einer Situation, in der gerade Werkstätten für behinderte Menschen (kurz: WfbM) oftmals als einzige Alternative übrig bleiben. Mitunter wird die Beschäftigung von Menschen mit einer Behinderung leider skeptisch oder gar ablehnend betrachtet.
Im Gemeinderat haben wir Personalstellen zur Beschäftigung von Menschen mit einer Behinderung bei der Landeshauptstadt geschaffen, wobei diese selten tatsächlich an Schulabgänger gehen, sondern eher Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden, die im Laufe ihrer Beschäftigung eine schwere Behinderung erwerben. Mit Blick auf das in der GRDrs. 793/2015 formulierte Ziel einer inklusiven Stadt bedarf es daher weiterer Schritte.
Wir beantragen einen Bericht im SGA, in dem folgende Fragen beantwortet werden:

1.    In welchem Umfang gelingt es der Stadt junge Menschen mit einer Behinderung beim Übergang von der Schule in den Beruf dahingehend zu unterstützen, damit sie reguläre Ausbildungsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden? Welche besonderen Probleme tauchen dabei auf?


2.    Wie sieht der Status Quo im Bereich von sog. „ausgelagerten Arbeitsplätzen“ von WfbM in Kooperationen mit Unternehmen aus? Welche Möglichkeiten gibt es, den Übergang von der Schule auf den Arbeitsmarkt zu verbessern?


3.    Welche Bemühungen werden seitens der Stadt unternommen, um Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit einer Behinderung bereitzustellen?
        
Beate Bulle-Schmid             Thomas Fuhrmann           Iris Ripsam
stv. Fraktionsvorsitzende

Markus Bott