Datum
09.02.2018
Antragsnummer
32/2018

Mehr Hallennutzungen für unsere Sportvereine

Mit der neuen „Kinder-Sport-Karte“ haben wir in den zurückliegenden Haushaltsberatungen die Möglichkeit geschaffen, dass jedes Kind in Stuttgart ab diesem Jahr zu seinem vierten Geburtstag einen Gutschein im Wert von 50 Euro erhält. Dieser Gutschein kann in einem unserer rund 400 Sportvereine eingelöst werden und soll für jedes Kind dieses Alters die Chance bieten, ein nach seinen individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten gestaltetes Bewegungsangebot in Anspruch zu nehmen.

Erfahrungsgemäß gibt es in unserer Stadt fast flächendeckend das Problem, über zu wenig Hallenkapazitäten zu verfügen. Durch zusätzliche Nachfrage im Zusammenhang mit der „Kinder-Sport-Karte“ wird sich diese Situation für die Turnabteilungen und andere Hallensportarten voraussichtlich verschärfen. Wir wissen, dass wir dafür eine umfassende Lösung finden müssen, die mittelfristig nur heißen kann, mehr Sporthallen in Stuttgart zu bauen.

Eine kurzfristige Möglichkeit, an zusätzliche Hallennutzungszeiten zu kommen, besteht aus unserer Sicht darin, mit den Trägern all derjenigen Sporthallen in unserer Stadt Kontakt aufzunehmen, die bisher für unsere Sportvereine verschlossen geblieben sind oder derzeit nur teilweise durch sie genutzt werden können. Dabei handelt es sich um Sporthallen von privaten, kirchlichen und anderen freien Trägern. Bei den Gesprächen sollen die Gründe dafür herausgearbeitet und gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie mögliche Hindernisse beseitigt und einvernehmliche Nutzungsmodelle entwickelt werden können.

Deshalb beantragen wir:

1.    Die Stadtverwaltung nimmt rasch Kontakt mit den Trägern seither nicht oder nur teilweise durch Sportvereine genutzten Sporthallen in Stuttgart auf, die sich aus fachlicher Sicht für den Trainings- und möglicherweise auch für den Spielbetrieb eignen würden und klärt in Gesprächen, ob es die Möglichkeit zur Öffnung dieser Hallen für unsere Sportvereine gibt.

2.    Die Verwaltung berichtet am besten bereits im kommenden Sportausschuss am 17. April über die Ergebnisse dieser Gespräche und erläutert gegebenenfalls, welche Hindernisse im Einzelnen einer öffentlichen Nutzung entgegenstehen und wie sie beseitigt werden können.

3.    Die Verwaltung geht dabei auch darauf ein, welche Voraussetzungen im Einzelnen erfüllt werden müssen, um unseren Sportvereinen die jeweilige Halle auf Dauer für ihren Trainings- und idealerweise auch den Spielbetrieb zu öffnen.

            
Jürgen Sauer           Dr. Cornelius Kübler         Fred-Jürgen Stradinger
            
Joachim Rudolf         Iris Ripsam                       Markus Bott