Datum
26.07.2018
Antragsnummer
239/2018

Nach Abschluss der PIA Ausbildung in Stufe 2

- ist das tarifrechtlich richtig?

In den letzten Jahren haben wir die Ausbildungsplätze in der praxisintegrierten Ausbildung bei den Erzieherinnen und Erziehern kontinuierlich bis an die Obergrenze ausgebaut. Der Fachkräftemangel im Bereich der Kindertagesbetreuung hat uns diesen Weg beschreiten lassen.

Nun kommt aus den Reihen der Ausbildungsabsolventen die Forderung nach Abschluss der Ausbildung in die Tarifstufe 2 eingestuft zu werden. Aber auch im klassischen Ausbildungsgang zum Erzieher/in muss ein Anerkennungsjahr abgeleistet werden. Warum soll dieser Praxisbezug nicht gleich gewertet werden wie bei den PIA Auszubildenden?

Wir beantragen:

1.    Ist die Gewährung einer Erfahrungsstufe 2 nach Tarifrecht bei Abschluss der praxisintegrierten Ausbildung rechtmäßig?

2.    Sollte die Stufe 2 durch den Gemeinderat beschlossen werden, müsste dann auch bei dem klassischen Ausbildungsgang Erzieher/in mit einem Anerkennungsjahr diese Stufe 2 im Rahmen der Gleichbehandlung gewährt werden?

3.    Die Verwaltung prüft und stellt uns dar, ob in den umliegenden Kommunen (Esslingen, Filderstadt, Böblingen usw.) tatsächlich die Stufe 2 bei den PIA Auszubildenden gezahlt wird?

4.    Welche sonstigen Vergünstigungen erhalten die PIA's nach Ende ihrer Ausbildung in den umliegenden Kommunen z.B. Zulagen, Fahrtkostenzuschüsse usw. im Verhältnis zu den PIA's in Stuttgart?

5.    Wieviele PIA's wurden in Stuttgart bis jetzt ausgebildet? Wie hoch liegt die Übertritts-Quote bei der Stadt Stuttgart? Sind die Gründe für einen Wechsel nach außerhalb bekannt? Und können diese uns aufgelistet werden?

6.    Wir bitten die finanziellen Auswirkungen unserer Fragen schriftlich und im Verwaltungsausschuss und Jugendhilfeausschuss darzustellen.

                
Iris Ripsam          Dr. Klaus Nopper    Fred-Jürgen Stradinger


Jürgen Sauer