Datum
06.05.2019
Antragsnummer
166/2019

Langzeitarbeitslosen mehr Teilnahme ermöglichen!

Unsere Stadtgesellschaft lebt von den vielfältigen Möglichkeiten der Partizipation und der Teilhabe. Egal ob in der Nachbarschaft, den Vierteln, den Stadtbezirken oder in der gesamten Stadt: Stuttgarterinnen und Stuttgarter wünschen sich regelmäßig zu den unterschiedlichsten Themen, sich auf den unterschiedlichsten Wegen einbringen und äußern zu können. Aus dieser Säule der Stadtgesellschaft entsteht eine starke und moderne Großstadt mit selbstbewussten Bürgerinnen und Bürgern.

Auch die Gruppe der Langzeitarbeitslosen will nicht unerhört bleiben. Gerade Stuttgarter, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, haben häufig Anliegen, Kritik und Wünsche, die sie gerne konstruktiv einbringen möchten, aber leider nicht können. Hier könnte ein unabhängiger Ansprechpartner häufig schon frühzeitig Impulse aufnehmen und reagieren. Auch im Bereich der Jobcenter könnte eine Einbindung der Betroffenen für mehr gegenseitiges Verständnis und Kommunikation sorgen und somit Spannungen und Unzufriedenheit abbauen.

Deshalb fragen wir:

1.    Wie bewertet das Jobcenter der Landeshauptstadt die Einbindung von Langzeitarbeitslosen in den Jobcenter-Beirat? Gibt es hierzu vergleichbare Erfahrungsberichte aus anderen Optionskommunen?

2.    Inwiefern könnte die Einrichtung eines Ombudsmannes für Langzeitarbeitslose bei der Aufnahme von Anliegen der Betroffenen behilflich sein?

3.    Welche Auswirkungen auf die Arbeit des Jobcenters sind zu erwarten? Sind insbesondere mit Blick auf die Einrichtung eines Ombudsmannes Mehrbelastungen für das bestehende Personal zu erwarten?

    
Beate Bulle-Schmid                Markus Bott
Stv. Fraktionsvorsitzende