Datum
14.10.2019
Antragsnummer
311/2019

ÖPNV-Anbindung für die Waldebene Ost

Nachdem aus wirtschaftlichen Gründen die Verlängerung der Buslinie 64 über die Waldebene Ost bis zur Haltestelle „Buchwald“ im Stuttgarter Osten vom Probebetrieb nicht in einen Dauerbetrieb überführt werden konnte, haben sich Fraktionsvertreter von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD im Gemeinderat mit den Beteiligten vor Ort von der Waldebene Ost, Bezirksbeiratsmitgliedern aus Stuttgart-Ost sowie Vertretern von SSB und Stadtverwaltung mehrfach getroffen und nach einer Möglichkeit gesucht, wie die Waldebene Ost an den ÖPNV angebunden werden kann.

Aus Sicht aller Beteiligten stellt ein Shuttlebus, der analog zu den Bäderfahrten zwischen Stuttgarter Schulen und Hallenbädern von der Stadtverwaltung ausgeschrieben und nach einem Auswahlverfahren von einem Verkehrsunternehmen betrieben wird, die beste Variante dar. Dieser Bus soll unter der Woche von der Haltestelle am Ostendplatz kommend im Halbstundentakt zwischen 16 Uhr und 18 Uhr an den drei weiteren bestehenden Haltestellen mit Bus- und Stadtbahnanbindung „Wagenburgstraße“, „Gablenberg“ und „Geroksruhe“ alle diejenigen Kinder und Jugendlichen aufnehmen, die auf dem Weg zum Training in ihren fünf Sportvereinen auf der Waldebene Ost sind. Die Rückkehr nach Hause wäre über dieselben Haltestellen ebenfalls im Halbstundentakt in der Zeit zwischen 18.15 Uhr und 20.15 Uhr vorgesehen.

Da wir uns in den anstehenden Haushaltsberatungen mit diesem Vorschlag beschäftigen und eine Entscheidung über die Umsetzung dieses möglichen neuen ÖPNV-Angebotes inklusive seiner Finanzierung treffen wollen, bitten wir die Stadtverwaltung gemeinsam mit der SSB bis zur 1. Lesung um Antworten auf folgende Fragen:

1.)    Gibt es die Möglichkeit, dass sich die SSB an der Ausschreibung für diese „Sonderform des Linienverkehrs“ nach §43 PBefG beteiligt?
2.)    Wie hoch sind die voraussichtlichen jährlichen Kosten für dieses neue Angebot und gibt es die Möglichkeit, dass sich neben der Stadt Stuttgart noch weitere öffentliche Zuschussgeber daran finanziell beteiligen?
3.)    Gibt es die Möglichkeit, dass die fünf Sportvereine vor Ort, von denen mehr als 1.100 Kinder und Jugendliche (knapp 45 Prozent der insgesamt 2.500 Mitglieder) mit dem Shuttlebus zum Training hin- und wieder zurückgefahren werden können, einen Teil der Kosten übernehmen?
4.)    Gibt es die Möglichkeit, dass diese Kosten auch über Sponsoring durch Dritte mitgetragen werden können?
5.)    Welche organisatorischen Maßnahmen müssen ergriffen werden, dass nur diejenigen Kinder und Jugendlichen mit dem Shuttle-Bus befördert werden, die tatsächlich Mitglied bei den Sportvereinen auf der Waldebene Ost sind und dort trainieren?

        
Jürgen Sauer                  Dr. Klaus Nopper                     Ioannis Sakkaros
CDU                                CDU                                         CDU

        
Andreas Winter              Björn Peterhoff                       Petra Rühle
Fraktionsvorsitzender    Bündnis 90/Die Grünen           Bündnis90/Die Grünen
Bündnis 90/Die Grünen

    

Martin Körner                 Lucia Schanbacher                 Stefan Conzelmann
Fraktionsvorsitzender    SPD                                        SPD
SPD