Art der Veröffentlichung
Datum
24.09.2015

Asylsuchende aktiv einbinden

Derzeit strömen Flüchtlinge in großer Zahl aus verschiedenen Ländern der Welt zu uns. Das erhöht die Internationalität der Stadt weiter, stellt sie aber auch vor große Herausforderungen. Für Tausende von Menschen müssen kurzfristig Unterkünfte geschaffen werden. Darüber hinaus geht es darum, diese Menschen für die Zeit, die sie hier verbringen, so zu integrieren, dass ein friedliches Miteinander weiter Bestand hat.

Die CDU-Fraktion bedankt sich deshalb bei allen, die haupt- oder ehrenamtlich in diesen Tagen dazu beitragen, diese gewaltige Integrationsaufgabe zu meistern. Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter stellen einmal mehr ihre Weltoffenheit unter Beweis.

Flüchtlinge sollen sich in die Gesellschaft einbringen können zum Wohle der Allgemeinheit. Ein entsprechendes Angebot entfaltet zudem integrative Wirkung. Viele Flüchtlinge besitzen Fertigkeiten, die sie nutzbringend zur Anwendung bringen und damit einen echten Mehrwert generieren könnten. Dazu ist es jedoch notwendig, dass man die jeweiligen Qualifikationen der Neuankömmlinge kennt.

Die CDU-Fraktion hat deshalb angeregt, dass die Asylsuchenden zu ihrer Schulbildung, ihren Ausbildungs- oder Studienabschlüssen oder sonstigen Kenntnissen befragt werden.

„Die Stadtverwaltung sollte prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen, den Asylsuchenden bereits während eines laufenden Verfahrens Angebote im Bereich des Freiwilligendienstes machen zu können, um so das aktive Einbringen für eine gute Integration zu bestärken“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz.

Ein konkretes Beispiel der Beschäftigung sieht die CDU-Fraktion auch in der Mitarbeit von Asylsuchenden bei anfallenden Organisations- und Verwaltungsaufgaben in der eigenen Flüchtlingsunterkunft. Die Frage ist hier, inwieweit eine solche Mitwirkung bereits besteht beziehungsweise verstärkt geschehen könnte.

„Gerne wollen wir durch die Verwaltung zudem geprüft haben, inwiefern Asylsuchenden mit entsprechenden Fachkenntnissen bereits im laufenden Verfahren mittel Praktika Einblick in Unternehmen gewährt werden kann. Wir denken hier auch an die städtischen Eigenbetriebe.“

Desweiteren spricht sich die CDU-Fraktion dafür aus, dass die Verwaltung Kontakt mit der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und der Ingenieurkammer aufnimmt, um erste Kontakte zwischen den Flüchtlingen und den Unternehmen anzubahnen. „Denn hiesige Unternehmen, gerade auch im Handwerk, zeigen ja echtes Interesse sowohl an qualifizierten Fachleuten als auch an Interessenten für eine Ausbildung oder ein Praktikum.“