Art der Veröffentlichung
Datum
14.09.2015

Asylsuchende aktiv in Stadtgesellschaft einbinden

Integration durch Teilnahme am Arbeitsleben – schnelles Handeln ist gefragt

Stuttgart international und offen

Stuttgart lebt seine Internationalität bewusst und selbstverständlich zugleich. Es sind seine Menschen, die diese Internationalität sowohl nach außen tragen als auch in die Stadt bringen. Internationalität haftet stets Offenheit an – offen zu sein für anderes und neues, ist eine gute Eigenschaft, ein Wert an sich.

Friedliches Miteinander fördern – Dank an die engagierten Helfer

Derzeit strömen Flüchtlinge in großer Zahl aus verschiedenen Ländern der Welt zu uns. Das erhöht die Internationalität der Stadt weiter, stellt die Stadtgesellschaft aber auch vor große Herausforderungen. Für Tausende von Menschen müssen kurzfristig Unterkünfte geschaffen werden. Darüber hinaus geht es darum, diese Menschen für die Zeit, die sie hier verbringen, so zu integrieren, dass ein friedliches Miteinander weiter Bestand hat.

Die CDU-Fraktion bedankt sich deshalb bei allen, die haupt- oder ehrenamtlich in diesen Tagen dazu beitragen, diese gewaltige Integrationsaufgabe zu meistern. Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter stellen einmal mehr ihre Weltoffenheit unter Beweis.

Stuttgarter Weg für eine erfolgreiche Integration

Um eine nachhaltig erfolgreiche Integration der Zugereisten zu erreichen, sind weitergehende Gedanken zu fassen und spezifische Maßnahmen zu erproben. Dies ist unabhängig davon, wie lange die jeweilige Aufenthaltsdauer ist, denn es geht um das Verfolgen des Stuttgarter Weges, der das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedenster Herkunft befördert.

Fähigkeiten der Neuankömmlinge nutzen

Wichtig ist, dass sich Flüchtlinge in die Gesellschaft einbringen können zum Wohle der Allgemeinheit. Ein entsprechendes Angebot entfaltet zudem integrative Wirkung. Viele der Flüchtlinge besitzen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie nutzbringend zur Anwendung bringen und damit einen echten Mehrwert generieren könnten. Dazu ist es jedoch notwendig, dass man die jeweiligen Ausbildungsabschlüsse und Qualifikationen der Neuankömmlinge kennt.

Konkrete Angebote machen

Die CDU-Fraktion hat deshalb angeregt, dass die Asylsuchenden zu ihrer Schulbildung, ihren Ausbildungs- oder Studienabschlüssen oder sonstigen Kenntnissen befragt werden.

„Von daher wollen wir von der Stadtverwaltung auch wissen, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen, den Asylsuchenden bereits während eines laufenden Verfahrens Angebote im Bereich des Freiwilligendienstes machen zu können, um so das aktive Einbringen für eine gute Integration zu bestärken“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz.

Ein konkretes sowie praktisches Beispiel der Beschäftigung sieht die CDU-Fraktion auch in der Mitarbeit von Asylsuchenden bei anfallenden Organisations- und Verwaltungsaufgaben  in der eigenen Flüchtlingsunterkunft. Die Frage ist hier, inwieweit eine solche Mitwirkung bereits besteht beziehungsweise verstärkt geschehen könnte.

„Gerne wollen wir durch die Verwaltung zudem geprüft haben, inwiefern Asylsuchenden mit entsprechenden Fachkenntnissen etwa im Rahmen von Praktika bereits im laufenden Verfahren Einblick in Unternehmen gewährt werden kann. Wir denken hier gerade auch wegen unserer Vorbildfunktion als Stadt an unsere städtischen Eigenbetriebe wie Klinikum oder Stuttgarter Straßenbahnen AG.“

Desweiteren spricht sich die CDU-Fraktion dafür aus, dass die Verwaltung Kontakt mit der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, der Ingenieurkammer etc. aufnimmt, um erste Kontakte zwischen den Flüchtlingen und den Unternehmen anbahnen zu können. „Denn die Unternehmen in unserer Stadt und Region, gerade auch im Handwerk, zeigen ja echtes Interesse sowohl an qualifizierten Fachleuten als auch an Interessenten für eine Ausbildung oder ein Praktikum.