Art der Veröffentlichung
Datum
02.11.2012

Ausbau von Ganztagesschulen

Elternrechte achten – Wahlfreiheit gewährleisten

In der Landesverfassung, wo die Erziehungsziele festgeschrieben sind, heißt es: „Verantwortlicher Träger der Erziehung sind in ihren Bereichen die Eltern, der Staat, …“ Die CDU hat stets auf die Rechte und Pflichten der Eltern gegenüber ihren Kindern hingewiesen. Grundgedanke ist es, Eltern in die Lage zu versetzen, ihre Kinder im eigenen verfügbaren zeitlichen Rahmen und mit eigenen Schwerpunkten zu erziehen.

Die flächendeckende Einführung von Ganztagesgrundschulen allerdings führt bei vielen Eltern zu Unverständnis, da die Ganztagesschule die verbleibende Zeit für die eigene Gestaltung in der Familie und die Förderung des Kindes nach individuellen Vorstellungen stark einschränkt. Die CDU-Fraktion will dem Anliegen von Eltern, die keine Ganztagesschule für ihr Kind wünschen, in geeigneter Form Rechnung tragen. Dazu gehört selbstverständlich, dass Kinder in der Halbtagsschule oder im Halbtageszug keine Benachteiligungen in der Schulgemeinschaft hinnehmen müssen. „Wir haben immer von der Wahlfreiheit für die Schulen und die Eltern gesprochen. Jetzt, bei der konkreten Umsetzung, wollen wir unser Versprechen selbstverständlich einlösen“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Iris Ripsam.

Dementsprechend fordert die CDU einen Verwaltungsvorschlag, der die Wünsche der Eltern berücksichtigt. Dabei soll nach Schulen ausdifferenziert werden, die Halbtagesschule bleiben wollen, die teilgebundene Ganztagesschule mit Halbtageszug werden wollen und solche, die bereits ein Nachmittagsangebot anbieten und nach neuem System keine Förderung mehr erhalten sollen und die seitherigen flexiblen Angebote der Mittagessenteilnahme und der Nachmittagsbetreuung – gegen Kostenübernahme wie seither – weiter ermöglichen möchten.