Art der Veröffentlichung
Datum
17.01.2013

Bauskandal in Zazenhausen

Wie kann die Stadt weiter helfen?

Im Neubaugebiet in Zazenhausen wurden Bauherren und die Stadt durch kriminelle Handlungen getäuscht. Den zukünftigen Bewohnern, oftmals junge Familien, wurde finanzieller Schaden zugeführt – die psychische Belastung lässt sich nur erahnen.

„Wir sind froh, dass in den meisten Fällen nun ein akzeptabler Vergleich in Bezug auf die Gebäudemaße und Baukörper gefunden werden konnte. Wir loben hier ausdrücklich die Verwaltung und ihre Bereitschaft zum Dialog“, sagt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Zwischenzeitlich seien den Bauherren wohl die entsprechenden Bescheide zugegangen, die die erforderlichen Abbruch- und Rückbaumaßnahmen aufführen. Bis zu deren Umsetzung soll der verhängte Baustopp weiter gelten.

„Und hier liegt ein Problem, um dessen Lösung wir die Verwaltung bitten“, so Stadtrat Kotz. Geschaut werden sollte, welche Bauarbeiten trotz bevorstehender Abbruch- oder Rückbauarbeiten weiter möglich sind. Denn schlecht wäre, wenn etwa bei Gebäuden, die zur Anbringung des Vollwärmeschutzes bereits eingerüstet sind, die Gerüste für den Rückbau erst abgebaut werden müssen, um sie anschließend wieder aufzubauen. Darüber hinaus wären dringende Abdichtungsarbeiten an den Außenwänden im Untergeschoss notwendig, um Folgeschäden durch Feuchtigkeit zu verhindern.

„Wir wollen die Bauherren und Familien vor weiteren finanziellen Verlusten und zeitlichen Verzögerungen möglichst bewahren.“ Deshalb fordert die CDU-Fraktion das Baurechtsamt auf, mit den Bauherren individuell zu besprechen, welche dringenden Bauarbeiten vor einem Rückbau möglicherweise erledigt werden können – selbstredend unter der Bedingung, dass der Bauherr im weiteren Bauablauf den angeordneten Rückbau vornimmt.