Art der Veröffentlichung
Datum
28.05.2015

Besseres Energiekonzept

Bereits unmittelbar nach Erscheinen des Energiekonzeptes des Oberbürgermeisters Ende letzten Jahres hat es die CDU-Fraktion ob seiner Lückenhaftigkeit und in gewisser Weise Oberflächlichkeit kritisiert. Aufgrund seiner sozio-ökonomischen Bedeutung will die CDU das Thema weiter aktuell halten und hat deshalb nachgelegt, indem sie nun an die Kritikpunkte anschließt und ihre Verbesserungsvorschläge konkretisiert.    

Positiv ist jedenfalls, dass das Konzept als Entwurf verstanden wird, der weiter zu diskutieren ist, insbesondere mit der Bevölkerung, mit den Unternehmen, Verbänden, Experten und dem Gemeinderat, um daraufhin eine weiterentwickelte Version beschließen zu können.

Zahlreiche Anträge, Anfragen und Initiativen zeugen davon, dass die Energiewende für die CDU-Fraktion seit langem von Bedeutung ist, schon lange bevor es den Beschluss zum Ausstieg aus der Atomenergie gegeben hat. Aktivitäten der Stadt wie die Gründung des Energieberatungszentrums (EBZ) oder der Start des kommunalen Energiesparprogramms zur Unterstützung von Gebäudemodernisierungen wurden durch die CDU mit initiiert und aktiv gefördert. „Damit die weitere Umsetzung der Energiewende in Stuttgart ein Erfolg wird, werden wir uns weiter einbringen und somit auch den Entwurf des Oberbürgermeisters verbessern“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz.

Dabei erkennt er an, dass das vorgelegte Konzept eine gute Zusammenstellung des bisher Erreichten in Sachen Energiewende in Stuttgart darstellt, auch wenn manches Positive durch Formulierungen des Oberbürgermeisters eine Schmälerung erfährt.

Immerhin sind von der vereinbarten 20 Prozent Energieeinsparung bis 2020 im Jahr 2012 bereits 14 Prozent erreicht worden – Tendenz steigend. Von angestrebten 20 Prozent  regenerativer Energieerzeugung ist Ende 2012 bereits ein Wert von knapp 10 Prozent erreicht worden. „Schade nur, dass das Papier eine grobe Abschätzung der Energieeinsparungsrate für das Jahr 2014 vermissen lässt, obgleich gerade in diesem Jahr die Menge an regenativ erzeugter Energie mit dem Kauf von Windparks durch unsere Stadtwerke deutlich gesteigert wurde“, so Alexander Kotz.

In einem dezidierten Antrag an die Stadtverwaltung legt die CDU-Fraktion nun ihre konkreten Vorstellungen dar, wie Stuttgart seinen effektiven Beitrag zur erfolgreichen Energiewende machen kann. Dabei sind zum einen die Bürgerinnen und Bürger „mitzunehmen“ und zum anderen die Finanzmittel so einzusetzen, dass ein möglichst hoher Wirkungsgrad erreicht wird.

Die CDU bleibt also auch bei diesem Thema weiter in Vorhand!